Krems

Erstellt am 09. August 2018, 09:51

von Franz Aschauer

Kremser Fiaker geben nicht hitzefrei. Fiakerpferde laufen während Hitzewelle vormittags oder abends. Verletzungsgefahr soll trotz Straßentemperaturen über 40 Grad nicht bestehen. Bad jubelt indes über Wetter.

Fiaker Thomas Wolf (Foto unten) lässt seine beiden Schimmel derzeit nur an den Tagesrandzeiten laufen.  |  privat

Die Hitzewelle geht weiter – zumindest noch bis Donnerstag sind Temperaturen jenseits der 30 Grad angesagt. Hitzefrei hat in Krems trotz Maximalwerten von rund 35 Grad noch niemand bekommen, auch in der Tierwelt nicht.

Thomas Wolf  |  privat

Die Pferde der „Kremser Fiaker“ Thomas und Michael Wolf stehen nach wie vor im Einsatz – wenn auch zu anderen Zeiten. „Wir fahren unsere Bestellungen, allerdings nicht in der ärgsten Mittagshitze. Wir versuchen die Termine, so gut es geht, in die Vormittags- und Abendstunden zu verlegen. Wir möchten es den Pferden so angenehm wie möglich gestalten“, erzählt Thomas Wolf, der mit Bruder Michael seit über einem Jahr die Fiaker-Fahrten in und um Krems anbietet (die NÖN berichtete).

Die Nachfrage nach den Fahrten in der Kutsche sei bei den Temperaturen aber generell etwas niedriger. „Und die Leute, die Bestellungen abgegeben haben, akzeptieren es, dass wir nicht in der Mittagshitze fahren wollen.“

„Die Pferde vertragen die Hitze, die Hufeisen schützen auch“

Verletzungsgefahr bestehe bei den zwei Schimmeln trotz Straßentemperaturen von über 40 Grad – auch am Abend – nicht, so Wolf. „Die Pferde vertragen die Hitze, die Hufeisen schützen auch.“ Proteste von Tierschützern gegen die Hitze-Ausfahrten der Fiaker wie in Wien gebe es in Krems nicht. „Wir sind selber voll auf der Tierschutzseite“, sagt Wolf.

 |  NOEN

Jubel herrscht – anders als bei vielen Berufstätigen – in der Kremser Badearena über die Hitzewelle. „Das ist natürlich sehr gut für uns. Die Temperaturen können ruhig so bleiben“, sagt Bad-Leiter Günter Kammerer. Alleine im Juli verkaufte man 13.259 Karten, das sind um über 2.000 mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren es bis jetzt 36.777.

Bis 9. September hat das Sommerbad noch geöffnet. Ob eine Rekordsaison möglich ist, traut sich Kammerer noch nicht zu prognostizieren.