„Fuß-Team“ hat für jedes Problem eine rasche Lösung

Erstellt am 16. August 2022 | 16:33
Lesezeit: 3 Min
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Verschaffen Patienten durch Spezialisierung spürbare Vorteile: die Oberärzte Florian Rausch, Barbara Lifka und Philipp Holzmann mit Orthopädie- und Traumatologie-Abteilungsvorstand Dietmar Dammerer (von links).
Foto: Universitätsklinikum Krems
Orthopäden im Universitätsklinikum Krems rüsten auf: Patienten profitieren von Spezialisierung.

Ein in NÖ einzigartiges Angebot gibt es am Universitätsklinikum Krems jetzt für Patienten mit Fußfehlstellungen. Mit dem Ausbau des Teams könnte die Kremser Expertise auch anderen Kliniken zugutekommen.

Der Leiter der klinischen Abteilung für Orthopädie und Traumatologie, Primarius Dietmar Dammerer, hat mit seinem Team den steigenden Bedarf an Spezialisierungen erkannt und baut Expertenteams auf. Eines beschäftigt sich mit Problemstellungen der Fußchirurgie. Dammerer: „Die Patienten profitieren davon maßgeblich. Operationen werden nach den neuesten Richtlinien und Standards durchgeführt, was eine große Verbesserung im Heilungsprozess mit sich bringt.“

Es fängt mit kaum wahrnehmbaren Schmerzen an und entwickelt sich schnell zum Problem: Egal ob Plattfuß, Fußfehlstellung, Instabilitäten im Fußgelenk oder Hallux – im Bereich des Fußes gibt es viele potenzielle Komplikationen und nur wenige Ärzte, die eine auf den Fuß spezialisierte Ausbildung haben.

Diese Lücke füllt das UK Krems mit seinem „Fuß-Team“ rund um die Oberärzte Barbara Lifka, Philipp Holzmann und Florian Rausch. Die ersten beiden befinden sich kurz vor dem Abschluss der dreijährigen Spezialausbildung. Rausch hat diese Ausbildung bereits fertig. Voraussetzungen sind z. B. mindestens 100 Operationen am Fuß, davon mindestens 60 als Erstoperateur, sowie sieben Aus- und Fortbildungen.

Spezialisten-Truppe soll weiter ausgebaut werden

„Das spezialisierte Fuß-Team ist einzigartig in NÖ und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Qualität der Behandlung von Patienten mit speziellen Fuß-Problemstellungen durch die Ausbildung noch mehr zu steigern“, erklärt Dammerer. Zudem gebe es schon klare Pläne, die Struktur des Teams durch die Schulung von Assistenzärzten weiter auszubauen, „um den steigenden Bedarf in Niederösterreich langfristig decken zu können.“

So wird beispielsweise bei einer Bandrekonstruktion ein Kunstband verwendet, anstatt das Band einfach zu nähen. Eine Schiene unterstützt den Fuß nach der Operation, sodass ein sechswöchiger Gips nicht mehr notwendig ist. Bereits nach vier Wochen können Patienten Ihren Alltag wieder problemlos bewältigen.

„Die spezialisierte Ausbildung bringt eine klare Qualitätssteigerung in der Behandlung der Patienten mit sich“, ist Chefarzt Heinz Jünger stolz.