Kampf gegen Herzlosigkeit. Über die aktuelle Debatte über die Kardiologieabteilung.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 07. Mai 2019 (06:11)

Keine Frage: Mit dem geplanten Abzug der Kardiologie (Herzabteilung) und deren Neuerrichtung in Zwettl würde das Universitätsklinikum Krems stark abgewertet.

Dass die Kremser Politiker das nicht hinnehmen wollen, erscheint logisch. Auch den Ärzten, die nun mit einer Petition gegen die Pläne ankämpfen, könnte man Eigeninteresse unterstellen. Doch die Debatte hat einen Umstand zutage gefördert, der es jedenfalls wert ist, beachtet zu werden.

Schon jetzt betragen Wartezeiten auf einen Eingriff mitunter mehr als zehn Wochen! Dass ein Arzt meint, manche herzkranken Patienten erleben geplante Eingriffe erst gar nicht mehr, ist ein Armutszeugnis unseres stets (meist zu Recht) hoch gelobten Gesundheitssystems.

Den Verantwortlichen sollte bewusst sein, dass Krems bestenfalls einen zweiten Interventionstisch (OP-Tisch), aber sicher keine Abrüstung des bestehenden braucht. Und vor allem: Es braucht einen Kampf gegen die Herzlosigkeit!