Nestroy hätte seine Freude …. Martin Kalchhauser über die politischen Spielchen mit der Polizei.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. Oktober 2018 (05:14)

Mit der Geheimaktion um den Polizeibus, der als „mobiles Wachzimmer“ interimistisch den zusätzlichen Polizeistandort im Innenstadtbereich ersetzen soll, hat die FPÖ die Debatte zu einer Nestroy‘schen Posse werden lassen.

Eine halbe Stunde (!) bevor der Bus am Samstag am Pfarrplatz vorfuhr, um dann dort unbesetzt mehrere Stunden zu parken, wurde der Bürgermeister (als oberstes Sicherheitsorgan) informiert. Logisch, denn die Aktion ist eindeutig ein taktisches Spielchen, mit dem ihm eins ausgewischt werden soll.

Egal, wie man zur Sache Polizeistützpunkt (oder wie immer der heißen soll) steht: Politisches Hickhack bringt in der Sache nicht weiter. Was sich jetzt gerade in Krems abspielt, ist ein wesentlicher Beitrag dazu, dass sich Menschen angewidert von der Politik abwenden. Wer auf Kosten eines wichtigen Anliegens politisches Kleingeld wechselt, erweist sich und der gesamten (Stadt-)Politik einen Bärendienst.

Nestroy bräuchte derzeit in Krems nur mitzuschreiben. Er hätte mit den handelnden Personen seine reine Freude!