AMS: Sensationeller Vermittlungserfolg!. 509:440! Erstmals seit zehn Jahren gab es in einem Monat weniger neue Arbeitslose als Jobvergaben.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. März 2019 (05:48)
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Die gute Beschäftigungslage am Bau ist einer der wichtigen Faktoren, die dafür sorgen, dass es auch im Februar gegenüber dem Vorjahr einen erfreulichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gab.

Jubelmeldung vom Arbeitsmarktservice (AMS): Erstmals seit über 10 Jahren gab es im Februar mehr Arbeitsaufnahmen als Arbeitslosmeldungen!

440 Menschen sind in Stadt und Bezirk Krems im vergangenen Monat arbeitslos geworden. Mit 509 Arbeitsaufnahmen gibt es einen deutlichen Überhang an Vermittlungserfolgen. Dieser Umstand ist die Krönung der auch ansonsten durchwegs positiven Daten.

„Getragen wird die aktuelle Konjunktur von der Industrieproduktion, aber auch die Bau- und Dienstleistungen liefern wesentliche Wachstumsimpulse“, freut sich AMS-Chef Erwin Kirschenhofer, der den Erfolg auf „einen konsequenten Kurs bei den Vermittlungen, aber auch das vorbildliche Engagement meiner Mitarbeiter“ zurückführt.

„Basis des Erfolgs ist neben dem konsequenten Kurs bei den Vermittlungen das vorbildliche Engagement meiner Mitarbeiter.“

Erwin Kirschenhofer, AMS

Nach wie vor ist die Arbeitslosenquote stark rückläufig (– 12 % zum Vergleichsmonat des Jahres 2018), bei der Jugendarbeitslosigkeit sogar – 18,2 %. Bei den Langzeitarbeitslosen beträgt das Minus 8,6 %.

Im Bezirk waren Ende Februar 2.968 Personen bei der AMS-Geschäftsstelle Krems arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Minus von 405 Personen. In Summe waren Ende Februar 3.411 Personen entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen, damit um rund 450 Personen weniger als im Vorjahr (– 11,6 %). Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte auf 8,6 % (NÖ-Wert: 9 %, Ö: 8,4 %).

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Große Freude bei Erwin Kirschehofer und seinem Team: Erstmals seit zehn Jahren gab es mehr Arbeitsaufnahmen als Arbeitslosigkeitsmeldungen.

Kirschenhofer hat aber keine Angst, dass sein Team selbst „arbeitslos“ werden könnte: „Die Prognosen zeigen vor allem bei der älteren Generation Handlungsbedarf!“ AMS und Land NÖ haben das Projekt „gemA 50+“, ein Modell der gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung an Gemeinden und Vereine, ausgeweitet. Die 250 Plätze, die über den Verein „Jugend & Arbeit“ zur Verfügung stehen, werden auf 600 aufgestockt. „Sinn – und mir ein wichtiges Anliegen – ist, den Menschen zu vermitteln, dass sie und ihre Kompetenzen gebraucht werden“, so Kirschenhofer.