„Teil-Abschied“ von Rotkreuz-Urgestein Harrauer. Erfahrener Rotkreuzmitarbeiter Franz Harrauer bleibt ehrenamtlich „im Dienst“.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 13. April 2019 (06:29)
Martin Kalchhauser
Seit 45 Jahren beim Roten Kreuz: Urgestein Franz Harrauer verabschiedet sich nach 35 Jahren hauptberuflicher Tätigkeit in die Pension.

35 Jahre lang stand Franz Harrauer (62) hauptberuflich im Dienst des Roten Kreuzes. Vor wenigen Tagen verabschiedete sich das Urgestein des RK Krems in die Pension. Doch der seit 45 Jahren in der Organisation tätige Angerner wird (als Ehrenamtlicher) weiterhin mitarbeiten.

In (unfreiwilligen) Kontakt mit dem RK kam der damals in Nöhagen beheimatete Harrauer durch einen Traktorunfall. Als 14-Jähriger wurde er 1971 schwer verletzt. Sanitäter retteten ihm das Leben. „Damals entstand mein Wunsch, anderen Menschen zu helfen.“

1974 startete der Neo-Pensionist seine Mitarbeit als Freiwilliger beim RK Krems. 1983 wurde er als Einsatzfahrer angestellt. Seit damals war er auch Lehrbeauftragter für den Sanitätsdienst. Diese Tätigkeit führte ihn 1993 zum Landesverband NÖ, wo er bis zuletzt als „Sachbearbeiter Einsatzdienste“ (zuständig für Sicherheit im Einsatz, Rettungsführerschein und Brandschutzthemen) tätig war.

Zweite große Liebe gilt der Feuerwehr

Das letztere Thema ist Harrauer wie auf den Leib geschneidert. Seit jungen Jahren auch in der Feuerwehr aktiv, war er unter anderem Feuerwehrkommandant in Angern und Bereichsleiter Krems-Süd. Nach wie vor aktiv ist er als Bezirks-Sachbearbeiter für den Sanitätsdienst – eine Aufgabe, die er jedenfalls noch bis zum 65. Geburtstag ausüben möchte.

„Ich verlasse das Rote Kreuz nicht ohne die eine oder andere Träne in den Augen“, heißt es im Abschiedsschreiben Harrauers an seine Mitstreiter. „Daher möchte ich künftig als ehrenamtlicher Mitarbeiter an der Bezirksstelle Krems und eventuell auch im Landesverband mit euch in Kontakt bleiben.“