Anrainer in der Beethovenstraße sind sauer auf „Eindringlinge“

Anrainer beklagen Raserei und fremde Dauerparker. Magistrat betont, dass bei Kontrollen alles in Ordnung gewesen sei.

Erstellt am 06. Januar 2022 | 05:49
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Ewald Semper, Herbert Köck und Karl Bauer (von links) beklagen, dass die Beet hovenstraße illegal durchfahren oder von Fremden in ihr geparkt wird.
Foto: Martin Kalchhauser

Bewohner der Beethovenstraße, eines beliebten „Abkürzers“ für die Kurven der Langenloiserstraße, beklagen Missstände und fühlen sich alleine gelassen.

Im mit einem Fahrverbot gekennzeichneten Bereich werde trotz zusätzlicher 30er-Beschränkung gerast. Zudem würden Dauerparker aus der angrenzenden Grünen Zone den Bewohnern den raren Parkraum streitig machen. Karl Bauer, der in der Beethoven straße wohnt und hier aufgewachsen ist: „Diese Probleme bestehen schon ewig. Aber es wird nichts unternommen.“

Seitens des Magistrats betont der zuständige Mitarbeiter Werner Nürnberger (Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung), dass hier wegen des Fahrverbots mit dem Zusatz „ausgenommen Fahrten von und zu Anrainern und Radfahrer“ auch Besucher zufahren und parken dürften.

Anzeigen via Polizeiinspektion Krems gegen „Parkgebühr-Flüchtlinge“ und Schüler der nahen höheren Schulen, so die verärgerten Anwohner, seien wirkungslos geblieben. Nürnberger betont, ein Zuwiderhandeln gegen diese Verordnung könne zwar angezeigt werden, es sei jedoch schwierig, ein Fehlverhalten nachzuweisen. „Die Stadt Krems ist zu diesem Problem mit der Polizei in ständigem Austausch.“ Bei Kontrollen der Geschwindigkeit, die regelmäßig vorgenommen würden, seien bisher ebenfalls „kaum Übertretungen festgestellt“ worden.

Mit dem Ruf nach dem Wieder-Einbau der vor einigen Jahren entfernten „Holperschwellen“ an Beginn und Ende der wenige hundert Meter langen Straße holen sich die Anrainer kalte Füße. „Bodenschwellen haben unerwünschte Nebeneffekte für Anrainer. Durch das Abbremsen und Beschleunigen der Fahrzeuge steigen die Emissionen und die Lärmbelästigung.“