Bauprojekt Ringstraße: Bereits 2022 im Fokus. Arbeiten auf Kremser Ringstraße laufen. Aber es wird schon bis Stein vorausgeplant.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 04. März 2021 (05:12)
Aktuell wird bei der Großbaustelle Ringstraße zwischen Hamerling- und Heinemannstraße gewerkt. Imposant sind die gigantischen Rohre mit beachtlichen 1,8 Metern Durchmesser, die im Zuge der Kanalsanierung im Boden „versenkt“ werden.
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Aktuell wühlen sich die Bagger im Zuge der Ringstraßen-Großbaustelle durch den komplett gesperrten Bereich zwischen Hamerling- und Heinemannstraße. Doch die Planungsarbeiten der Stadt sind schon zwei Schritte weiter.

Der Teil, in dem jetzt gearbeitet wird, ist der zweite des ersten Förderabschnittes (Kosten für die Stadt Krems: rund 1,9 Millionen Euro), nachdem im Vorjahr zwischen Hamerlingstraße und Au stra ße (vier Etappen) erfolgreich gearbeitet wurde. Wie mehrfach berichtet, erfolgt durch die Stadt eine Generalsanierung des rund 100 Jahre alten Kanalsystems in Verbindung mit der kompletten Neuge staltung der Straße (Land NÖ).

Ziel: Für 2022 geplante Arbeiten vorziehen

Um das Wachauer Volksfest 2021 nicht zu stören, wird im August vor dem Stadtpark gestoppt. Eventuell kann aber noch danach der erste Teil des zweiten Förderabschnittes (Kostenanteil der Stadt: ca. 2,6 Mio. Euro) auf heuer vorgezogen werden. Dieser reicht bis zur Roseggerstraße. 2022 will man am Zellerplatz in Stein am Ziel ankommen und so das insgesamt für die Stadt rund 4,5 Millionen schwere Vorhaben beenden.

Um für eine allfällige frühere Inangriffnahme des Teils westlich der Utzstraße gerüstet zu sein, wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung schon die Weichen gestellt.

Rund 240.000 Euro muss Krems dafür locker machen. Mit der Erstellung der Ausschreibung, der Angebotsprüfung sowie der Förderabwicklung mit dem Land und der Bauaufsicht wurde die Firma Hydro Inge- nieure GmbH beauftragt (rund 137.600 Euro). Für die Verkehrsführungsplanung und das Detailprojekt wird die Schneider Consult ZT GmbH (76.400 Euro) sorgen. Ein Puffer für unvorhergesehene Kosten und die „Preisgleitung“ ist im einstimmigen Beschluss eingeplant.

„Das Projekt Ringstraße läuft sehr gut“, freut sich der zuständige SPÖ-Stadtrat Werner Stöberl. „Alle Mitwirkenden sind enorm engagiert am Werk. Besonders erfreulich ist für mich, dass bisher alle Maßnahmen beim Vorhaben optimal ineinandergreifen.“