Bier bestellen per Handy im Hofbräu. Im Hofbräu können Gäste ihr Getränk seit Neuestem über das Smartphone ordern.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 21. Januar 2020 (05:05)
Alena Rybachuk hat sich bereits ein „Smartphone-Bier“ von Hofbräu-Geschäftsführer Thomas Kalchhauser bringen lassen.
Franz Aschauer

Ein knallvolles Lokal und das Servicepersonal im Dauerstress – für den durstigen Gast heißt es da oft: „Bitte warten!“ Das Hofbräu am Steinertor testet seit rund zwei Wochen eine Möglichkeit, die in dieser Situation Abhilfe leisten könnte. Gäste können nämlich auf 16 von 60 Tischen Getränke mit dem Smartphone bestellen.

Das funktioniert über einen QR-Code, der in der Tischmitte auf einem Aufkleber eingearbeitet ist. Aktiviert man seine Handykamera, wird der Code gescannt und man gelangt in das Getränkemenü. Das Warten auf den Kellner fällt damit weg. Auf Facebook, wo der Kremser Ableger des Münchner Hofbräuhauses über 5.500 Fans hat, ist die Neuerung mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Während manche die Smartphone-Bestellung testen wollen, glauben andere, dass der Kellner-Gast-Kontakt leidet und die Entwicklung zunehmend in Richtung Automatisierung geht.

Dieses Feedback bestätigt auch Hofbräu-Geschäftsführer Thomas Kalchhauser direkt aus dem Lokal. Der erfahrene Gastronom beruhigt die Kritiker aber: „Das soll definitiv kein Mitarbeiter-Ersatz sein. Wir bieten dem Gast lediglich eine weitere Serviceleistung an, und er erspart sich dadurch einen Arbeitsaufwand.“

Hinter dem neuen Bestellsystem steckt das Start-up-Unternehmen Ordito, das von Studenten der IMC Fachhochschule Krems gegründet wurde. Das Hofbräu dient ihnen als Feldtest. Nach vier Wochen möchte Kalchhauser über die weitere Verwendung des Systems entscheiden. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten habe es zuletzt jedenfalls „schon recht gut funktioniert“.

Verbesserungspotenzial gäbe es trotzdem noch, etwa bei der Übersichtlichkeit des Getränkemenüs. Sollte man die Testphase letztlich positiv bewerten, sei es laut Kalchhauser möglich, dass auch die Speisekarte ins Smartphone-Portfolio aufgenommen wird.

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