Diebe unter einem Berg von Kleidern gefunden.... Einbrecherquartett auf Suche nach Verwertbarem in der Sammelstelle Gföhl ertappt. Strafarbeit für eine Rumänin, die sich erfolglos vor der Polizei zu verstecken versuchte.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 21. November 2019 (04:41)
Symbolbild
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„Ich habe geglaubt, das ist erlaubt. Bei uns in Rumänien darf man sich weggegebene Bekleidung nehmen“, beteuerte eine 34-jährige Rumänin unter Tränen vor Gericht und seufzte: „Ich arbeite als Zimmermädchen in Krems und muss jeden Cent umdrehen.“

„Das mag in Ihrer Heimat ja erlaubt sein. Aber müssen Sie da auch nächtens unter einem Tor durchkriechen, um auf das Gelände der Altkleidersammelstelle zu gelangen, wie in Gföhl?“, entgegnete die Richterin und hakte nach: „Wenn alles so harmlos und rechtens war, warum versteckten Sie sich mit den anderen drei Landsleuten (abgesondert verfolgt) dann unter einem Berg von Kleidern, als die Polizei das Gelände betrat? Sie ignorierten dann auch die Aufforderungen der Beamten und gaben erst auf, als Sie ein Polizeihund aufgestöbert hat.“

Sichtlich in Erklärungsnöte geraten, begann die Rumänin zu lamentieren. Wie schrecklich das alles gewesen sei, ihre Ängste vor dem Hund und der „bösen“ Polizei.

Für die Polizei sei das auch keine angenehme Situation gewesen, entgegnete die Richterin und gewährte der bislang unbescholtene 34-Jährigen eine Diversion: Die Rumänin muss 80 Stunden gemeinnützige Arbeit erbringen, dann wird das Strafverfahren gegen sie eingestellt.