Flieger vom Wind verweht: Pilot verletzt. Motor aus Flugzeug herausgerissen. Zwischenfall bei Landung endete dennoch glimpflich.

Von Martin Kalchhauser. Update am 17. Januar 2019 (17:42)

Glimpflich endete für den Piloten eines Kleinflugzeuges ein gefährlicher Zwischenfall bei der Landung am Flughafen Krems-Gneixendorf. Der Flieger ist ein Totalschaden, der Mann erlitt aber nur geringfügige Verletzungen.

Windböe riss Flieger nach oben

Kurz vor 15 Uhr hatte der 49-Jährige aus Gumpoldskirchen sein Flugzeug der Marke Aquila Aviation“ schon zur Landung auf der Piste aufgesetzt, als es von einer Windböe erfasst und in die Höhe gezogen wurde.

Beim Versuch, das Gerät wieder sicher zu Boden zu bringen, konnte der Pilot vermeiden, dass es Richtung Hangar abdriftete. Er steuerte es in Richtung einige Obstbäume am Rande der Piste. Dort krachte es rund 100 Meter neben der Rollbahn zu Boden.

Pilot wurde nur minimal verletzt

Beim Unfall wurde der Pilot, der allein unterwegs war, zum Glück nur geringfügig verletzt (kleine Schnittwunden, Hautabschürfungen), er brauchte vom alarmierten Team des Roten Kreuzes Krems nicht abtransportiert werden.

Auch die Besatzung des Notarzthubschraubers Christophorus 2, die nur rund 50 Meter neben dem Unfallort ihre Basis hat, musste nicht eingreifen.

Motor aus Rumpf herausgerissen

Schlimm sieht es für das Flugzeug aus, welches total beschädigt worden sein dürfte. Beim Aufprall auf dem Boden wurde der Motor fast zur Gänze aus dem Rumpf herausgerissen.

Der Propeller brach ab, und die Tragflächen wurden ebenso beschädigt. Immerhin funktionierte der Notfallsender der Maschine, die 2011 zugelassen wurde, klaglos. Unmittelbar nach dem Unfall löste dieser einen Alarm aus.

Großeinsatz bald wieder abgeblasen

Die Feuerwehr wurde zum Großeinsatz alarmiert. Neben der Hauptwache Krems und der Feuerwache Gneixendorf wurden auch die Wehren Stratzing, Lengenfeld und Langenlois zum Einsatzort gerufen.

Nach einer ersten Erkundung durch die Kremser Silberhelme konnten jedoch alle anderen Kräfte wieder storniert werden. Einsatzleiter Kommandant Gerhard Urschler: „Wir waren mit vier Tanklöschfahrzeugen und knapp 50 Helfern am Flugplatz, brauchten aber nur mehr auslaufendes Benzin auffangen und einen Brandschutz aufbauen.“

Unfallkommission muss Vorfall klären

Unmittelbar nach dem Vorfall machte sich eine Flugunfallkommission aus Wien auf den Weg zum Ort des Geschehens. Sie nahm noch in den Abendstunden ihre Ermittlungen auf.