Krems: Klinglhuber stellt Gasthofbetrieb ein. Kremser Traditionsgasthaus schließt „bis auf Weiteres“. Hotel bleibt offen, Seminare möglich.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 22. Juni 2021 (13:04)
Die Wurzeln des Gasthofs Klinglhuber reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück.
Usercontent, Johann Lechner

Der akute Personalmangel in der Gastronomie hat sein erstes prominentes Opfer gefunden. Die Familie Klinglhuber stellte mit Dienstag, 22. Juni, den Gasthofbetrieb ein. „Seitdem wir aufsperren durften, haben wir Mitarbeiter gesucht.

Astrid Klinglhuber-Berger: "Wenn man keine Leute findet, beginnt man zu leiden und irgendwann gilt es, Konsequenzen zu ziehen."
Usercontent, Johannes Mayerhofer

Sowohl für Küche als auch Service hatten wir zu wenig Personal. Wenn man dann aber keine Leute findet, beginnt man zu leiden und irgendwann gilt es, Konsequenzen zu ziehen“, sagt Astrid Klinglhuber-Berger im NÖN-Gespräch. 

Mitarbeiter bereits entlassen

Das Gasthaus, das es seit 1884 in Krems gibt, zusperren zu müssen, tue ihr wahnsinnig leid, insbesondere wenn sie an die „wirklich vielen Stammgäste“ denke. Wie viele Mitarbeiter entlassen werden mussten, wollte Klinglhuber-Berger nicht angeben.

Schließung "bis auf Weiteres"

Ob es ein Lebewohl für immer ist, ist aktuell nicht klar. Auf der Website des Lokals heißt es, die Schließung erfolge „bis auf Weiteres“. Klinglhuber-Berger sagt dazu auf Nachfrage: „Über den Sommer ist auf jeden Fall geschlossen.“ Nicht von der Schließung betroffen ist der Hotelbetrieb. Auch Seminare finden weiterhin statt.

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