Krems

Erstellt am 13. Juni 2018, 06:22

von Martin Kalchhauser

Streit aus Neid? Unternehmerin schaltete Anwalt ein. Heftige Auseinandersetzung vor Eröffnung eines neuen Geschäfts in Krems. Zwist zwischen Unternehmerinnen.

Symbolbild  |  Shutterstock.com, Indypendenz

Von Scheibenhof nach Krems-Lerchenfeld übersiedelt am 18. Juni die Unternehmerin Lisa Wurmauer mit ihrem „Kreativeck“. Im Vorfeld gibt es einen Streit zwischen ihr und der Inhaberin des „Wunsch(t)raums“ am Bahnhofplatz, Bianka Bah.

Beide Unternehmerinnen, die ein ähnliches Konzept verfolgen (Verkauf von Geschenkartikeln, Selbstgemachtem, …), werfen der jeweils anderen Seite vor, die Mitbewerberin anzufeinden. Unter anderem geht es um den Vorwurf, einander „Fach-Mieter“ (Anbieter eines bestimmten Produkts mieten ein Fach im Geschäft, wo dann ihre Sachen verkauft werden, Anm.) abspenstig machen zu wollen.

Anwaltsbrief und Anzeige bei Staatsanwaltschaft

„Seit drei Jahren suche ich nach einem Geschäft in Krems, jetzt habe ich etwas gefunden“, will Wurmauer bis auf die Floristik alle Angebote künftig in Lerchenfeld anbieten. Sie ortet ein Störfeuer, unter anderem im Internet, gegen sich. „Das war teilweise unter der Gürtellinie!“

Sie habe einen Brief vom Anwalt Bahs erhalten, auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen sie sei eingebracht worden. „Ich will keinen Streit“, betont sie, dass die heftigen Debatten, die auf Facebook zeitweise zu sogenannten „Shitstorms“ ausgeartet sind, nicht von ihr ausgegangen seien.

Naturgemäß anders sieht Bah die Angelegenheit. „Die Frau, die ich nicht einmal persönlich kenne, hat mich diffamiert und Lügengeschichten gegen mich verbreitet. Daher war ich gezwungen, mich mithilfe meines Anwalts zu wehren“, stellt sie ihre Sicht der Dinge dar. Zudem habe ihre künftige Mitbewerberin Fotos von ihr und ihren Kindern online gestellt. „Da hört sich der Spaß auf. Das tut man nicht nur nicht, das darf man auch nicht!“

Vielleicht, so ihre Vermutung, habe Wurmauer Existenzängste, weil sie, Bah, als Erste in Krems die Geschäftsidee hatte und auch umgesetzt hat. Die Wunsch(t)raum-Chefin betont ebenso, dass sie an einer friedlichen Lösung der Sache interessiert ist. „Es ist schade um die Energie, die für so eine Auseinandersetzung draufgeht.“