Geldstrafe für Crashfahrer. Weil er Nachfolgeverkehr nicht beachtet hat, löste Lenker (23) Unfall aus, beim dem 45-Jähriger starb und Bäuerin verletzt wurde.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 04. Juni 2020 (06:22)
APA (Symbolbild)

Ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten, reihte sich ein Gobelsburger (23) auf der B 37 bei Gneixendorf in Richtung Krems am 20. Dezember vergangenen Jahres von der Beschleunigungsspur in den rollenden Verkehr ein. Dabei übersah er eine Opel-Lenkerin (46) aus Seeb und touchierte deren Wagen. Durch den Anstoß wurde der Opel auf die Gegenfahrbahn geschoben und kollidierte mit dem entgegenkommenden Fahrzeug des 45-jährigen Jürgen Fellinger aus Neu-Dietmanns im Bezirk Waidhofen. Der schuldlos in den Unfall verwickelte Waldviertler starb noch am Unfallort in seinem Autowrack. Die Opel-Lenkerin wurde schwer verletzt und leidet noch heute an den Unfallfolgen.

Der folgenschwere Flüchtigkeitsfehler brachte den Unglücksverursacher wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung auf die Anklagebank.

„Ich bedauere es zutiefst und ich entschuldige mich für das Geschehen“, erklärte der sichtlich betroffene Unglückslenker vor Gericht. Er müsse zu weit nach links gekommen sein und: „Ich habe erst später realisiert, was passiert ist. Es tut mir sehr leid“, beteuerte der Gobelsburger.

Der Unglückslenker war, wie die Ermittler festgestellt haben, zum Unglückszeitpunkt weder alkoholisiert noch durch andere Rauschmittel beeinträchtigt.

Die zwei Kollisionen erfolgten innerhalb einer Sekunde und damit hatten weder die Opel-Lenkerin noch der 45-Jährige eine Chance zu reagieren, erläuterte ein Kfz-Experte.

Der Unglückslenker wurde zu 1.120 Geldstrafe verurteilt. Auf dem Zivilrechtsweg erwarten ihn noch beträchtliche Forderungen. Nicht rechtskräftig.