Neuer Anlauf für Event-Location

Gespräche für neue Veranstaltungshalle in Krems starten. ÖVP legt ein Grobkonzept vor.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:28
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Die ÖVP-Politiker Patrick Mitmasser, Martin Sedelmaier, Thomas Hagmann und Doris Berger-Grabner wollen ein neues Veranstaltungszentrum am Standort des Eislaufplatzes.
Foto: VP Krems

Die Stadt hätte gerne eine neue Veranstaltungshalle. Das ist kein Geheimnis. Die Österreichhallen, einst das Flaggschiff für Events im Raum Krems, befinden sich in desolatem Zustand und sind wegen Lärm-Auflagen nur noch eingeschränkt nutzbar.

Die Politik wagte sich über Jahre hinweg nicht an die Causa heran, wird jetzt aber aktiv. Bürgermeister Reinhard Resch (SPÖ) teilt auf Anfrage mit, dass es „in Kürze“ einen Termin zum Thema Veranstaltungshalle geben werde. Geladen sind Vertreter aller Parteien und Stakeholder. Ziel sei, einen Konsens darüber herzustellen, was man genau unter einer Veranstaltungshalle verstehe, wo sie entstehen soll und wer als Betreiber auftreten könnte.

Die ÖVP sieht die Thematik als eines ihrer Steckenpferde. Seit Monaten fordert sie von Stadtchef Resch Lösungsvorschläge, der reagierte bis dato aber nicht auf die öffentlichkeitswirksam gestellten drei Fragen, von denen eine lautete, ob es eine Veranstaltungshalle in Zentrumsnähe oder am Stadtrand braucht.

Finanzierung: ÖVP will Partner aus privatem Sektor

Die Antwort gibt sich die Volkspartei jetzt selbst. In einer Aussendung schlägt die Führungsriege um Vizebürgermeister Martin Sedelmaier den Eislaufplatz als Standort für eine neue Event-Location vor. Das sei wegen damit einhergehenden wirtschaftlichen Impulsen für die Innenstadt, der Nähe zum Bahnhof und, weil keine Grünflächen versiegelt werden müssen, die beste Variante, meint Sedelmaier. Die Österreichhallen sollen abgerissen und die dadurch entstehende Freifläche in ein neues Areal miteingebunden werden. Für die Finanzierung will Sedelmaier einen privaten Partner an Bord holen. Wer das sein könnte, wollte der ÖVP-Vize nicht sagen. Nur so viel: „Es gibt in Krems einige Immobilienentwickler, die an solchen Projekten interessiert sind.“ In den Plänen der Volkspartei mit eingeschlossen ist die Errichtung einer Tiefgarage mit 140 Parkplätzen und ein Neubau des Eislaufplatzes „bei der Badearena“. Dass dabei dann doch Grünflächen versiegelt werden, kann Sedelmaier nicht ausschließen.

Ein besonderes Anliegen ist ÖVP-Jugendgemeinderat Patrick Mitmasser die Errichtung einer neuen Veranstaltungshalle. Er startete schon im vergangenen Jahr eine Initiative. Bürgermeister Resch nimmt er wie seine Fraktionskollegen in die Kritik. So habe der Stadtchef in etwa nicht auf seine E-Mail in dieser Causa inhaltlich reagiert, obwohl er im Gemeinderat kundtat, alle Fragen zu beantworten, sofern sie persönlich an ihn gerichtet werden. Resch ließ diesen und alle anderen ÖVP-Vorwürfe unbeantwortet.

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