Krems: ÖVP-Team auf 20 Tage Wahlkampf eingeschworen

Erstellt am 14. August 2022 | 12:18
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Die ÖVP ist die einzige wahlwerbende Partei, die die Möglichkeit, 80 Kandidaten für die Wahl zu nominieren, ausgeschöpft hat. Auf den bunten Mix engagierter Kremser zeigte man sich beim Wahlkampfauftakt in der Winzer Krems stolz.

Total auf den vor Kurzem noch total unbekannten Spitzenkandidaten der ÖVP für die Gemeinderatswahl am 4. September 2022, Florian Kamleitner, zugeschnitten war der ÖVP-Event mit rund 170 Gästen.

Gäste zeigten Unterstützung

"Neuer Schwung für Krems" und "Grün statt grau": Mit diesen beiden Leitsätzen starteten die Stadt-Schwarzen am 11. August beim offiziellen Wahlkampfauftakt die eigenen Gefolgsleute auf die folgenden Tage ein. Mit ihrer Anwesenheit zeigten zahlreiche Gäste ihre Unterstützung für den neuen Spitzenmann und den neuen Kurs. Im Publikum war neben den zwei Altbürgermeistern Erich Grabner und Franz Hölzl und Altbürgermeisterin Inge Rinke auch Landtagsabgeordneter Josef Edlinger.

Vorzugsstimmen entscheiden

ÖVP-Obmann Vizebürgermeister Martin Sedelmaier kritisierte zu Beginn den "Stillstand" in Krems und nahm den regierenden SPÖ-Bürgermeister ins Visier (ohne seinen Namen zu nennen): "Zehn Jahre lang nichts zu machen, nur um keine Fehler zu machen, ist zu wenig!"  Er gab zudem das Versprechen ab: "Wer die meisten Vorzugsstimmen hat, wird in den Gemeinderat einziehen." Von den 80 Kandidatinnen und Kandidaten sind 44 neu.

Gute Kremser Basis dank ÖVP 

Auf die Erfahrung der ÖVP als langjährige Bürgermeisterpartei wies Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hin: "Sie haben die Basis geschaffen, auf die wir in Krems heute aufbauen können!" Krems sei eine "bürgerliche Stadt" und habe viel zu bieten. Franz Hölzl, der als persönlicher Mentor Kamleitners tituliert wurde, merkte in Anspielung an die ärztliche Tätigkeit des Mitbewerbers an, die "Umsetzung von der Diagnose zur Therapie" müsse schneller gehen.

"Rot steht für Grau, für Beton"

Alle 40 Kandidaten wurden unter großem Applaus kurz auf die Bühne gebeten, Moderatorin Petra Falk bat die wichtigsten Mitglieder des "Kompetenz-Teams" - Eva Maria Hochstöger, Doris Berger-Grabner und Hans-Peter Pressler - zum Interview auf die Bühne, ehe diese Kamleitner überlassen wurde. "Rot steht für Beton, Rot steht für Grau", kündigte dieser einen engagierten Kampf für die Umwelt und ein "nachhaltiges, gutes Leben für alle" an. Man starte mit diesem Abend in den Intensivwahlkampf.

Kampf um jede einzelne Stimme

"Wir machen es kurz", motivierte Kamleitner sein Team zu "vielen Hausbesuchen und Kontakt zu den Menschen". Nur die ÖVP bilde mit ihrem Team die volle Breite der Stadt Krems ab. Während andere von einem kurzen Wahlkampf redeten, setze die Volkspartei diesen um. Und der Bürgermeister-Kandidat der ÖVP Krems kündigte an: "Wir werden um jede Stimme kämpfen!"