Plasmaspender gesucht: „Würde nicht mehr leben!“

Der Kremser Stefan Günter Sellwich (37) sendet einen Appell an die Mitmenschen.

Erstellt am 15. Oktober 2021 | 07:59
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Sieht auf den ersten Blick gesund aus: Der 37-jährige Kremser Stefan Günter Sellwich ist auf Blutplasma von freiwilligen Spendern angewiesen.
Foto: MartinKalchhauser

„80 % der Menschen sind mindestens einmal in ihrem Leben auf Blutplasma, das auch in vielen Medikamenten enthalten ist, angewiesen“, berichtet der Kremser Stefan G. Sellwich. Der auf den ersten Blick gesund aussehende Mann leidet an einem schweren Immundefekt. „Ich würde ohne Plasma gar nicht mehr leben.“

Sellwich, zuletzt Marktleiter bei einem Lebensmitteldiskonter, war von Kind auf fast ständig krank. 2020 erst gab es die niederschmetternde Diagnose. Jetzt muss der Kremser extrem aufpassen, sich keiner bakteriellen oder virologischen Erkrankung auszusetzen, die den Tod bringen könnte. Rund 400 Menschen in Österreich (die Dunkelziffer dürfte weit höher sein) geht es wie ihm – sie sind auf Plasmagaben und -produkte angewiesen.

Wie kann man Plasma spenden?

Neben der Blutspendezentrale des Roten Kreuzes in Wien gibt es einige Labors, darunter in St. Pölten und Wiener Neustadt. Letzteres mit dem Namen BioLife erkor Sellwich zu einem seiner Models für die jüngste Werbekampagne. „Mir geht es um Verständnis, nicht um Mitleid“, hofft Sellwich, dass sich mehr Menschen zur ungefährlichen Plasmaspende (die eine Zeitspende von rund einer Stunde ist) entschließen. „In Deutschland gehen wegen des Mangels schon einige Medikamente aus!“