Tiere in verlassener Wohnung verdurstet. Kaninchen-Mutter ausgesetzt. Fünf Babys in Käfig verendet. Männchen knapp gerettet.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 12. August 2019 (16:22)
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Symbolbild

Ein besonders brutaler Fall von Tierquälerei ereignete sich in den vergangenen Tagen in der Mühlhofsiedlung in Rehberg: Fünf Kaninchenbabys wurden tot in einem Käfig in einer verlassenen Wohnung gefunden.

Das Vatertier überlebte knapp und wird jetzt gemeinsam mit dem Weibchen im Tierheim aufgepäppelt.

Schon vor mehr als zwei Wochen war das Muttertier in der Nähe in einer Schachtel ausgesetzt worden. Mit 1. August zogen die Tierbesitzer aus. Eine Nachbarin begann am 7. August mit der Räumung und machte die schreckliche Entdeckung: In einem Käfig fand sie fünf tote (verdurstete bzw. verhungerte) Kaninchen-Babys.

Foto: Martin Kalchhauser
Stephanie Lauer vom Kremser Tierheim mit dem (derzeit noch namenlosen) geretteten Kaninchen-Männchen (l.) und dem ausgesetzten Weibchen Betty.

Einsatzleiterin Stephanie Lauer: „Die Jungtiere waren noch auf die Mutter angewiesen!“ Ebenfalls im Käfig: das extrem geschwächte Männchen, das gerade noch gerettet werden konnte.

Die umgezogenen ehemaligen Besitzer werden wegen Tierquälerei angezeigt.

Das Tierheim benötigt übrigens für seine Tiere ganz dringend hochwertiges Heu, aber auch frische Kräuter, Löwenzahn und Leckerlis (ungespritzte Äpfel, Birnen, Weintrauben, …). Wer kann helfen?