Krems , Nußdorf ob der Traisen

Erstellt am 17. Mai 2018, 05:58

von Martin Kalchhauser

Internetbetrüger einmal gescheitert, einmal erfolgreich. Immobilienfirma zahlte zum Glück und dank aufmerksamer Mitarbeiterin nicht ein, aber Vereinsgeld ist weg.

Firmen und Vereine müssen besonders aufpassen, nicht Kriminellen aufzusitzen, die sich mit ungerechtfertigten Forderungen teils extrem hohe Summen überweisen lassen.  |  Shutterstock/Durch Kletr

Mit zwei Fällen von „CEO-Fraud“ (Begriffserklärung siehe unten) mussten sich die Kremser Kriminalisten in jüngster Zeit beschäftigen.

Sportvereins-Kassierin überwies über 2.000 Euro

In einem Fall versuchte ein unbekannter Täter, der sich Matthew Ogbevoen nannte, in einem Mail an eine Mitarbeiterin einer Kremser Immobilienfirma eine Überweisung von 9.850 Euro zu erhalten. Diese reagierte richtig und informierte ihre Vorgesetzten.

Erfolgreich waren die Kriminellen hingegen bei einem Sportverein in Reichersdorf. Dort erhielt die Kassierin ein gefälschtes E-Mail, in dem sich ein Absender als Obmann ausgab und anordnete, 2.470 Euro auf ein Konto in Großbritannien zu überweisen. Die Frau ließ sich täuschen, das Geld ist weg.

„Sekretärinnen, Buchhalter und Angestellte, die für Überweisungen zuständig sind, sollten vorsichtig sein“, warnt ein Kremser Kriminalist. Unbedingt Rücksprache halten, bevor Geld an einen unbekannten Empfänger im Ausland gesendet wird!“