Schüler speisten wie alte Römer. Im Piaristengymnasium wurde nach Rezepten von Apicius gekocht.

Von Petra Vock. Erstellt am 13. März 2019 (05:46)
BG/BRG Piaristengasse
Junge Lateiner kochten wie die alten Römer: Felix Kisling, Paul Völker, Felix Öhlzelt (stehend), Moritz Wolf, Eva Markel, Hannah Mölzer, Caroline Fiegl mit Latein-Professorin Kornelia Tonder.

Römische Speisen nach Originalrezepten des antiken Feinschmeckers Apicius zauberte 6KG1-Klasse im Piaristengymnasium auf den Tisch. Das gemeinsame Kochen in der Lehrerküche war das Schluss-Highlight des Moduls „Römischer Alltag“ im Lateinunterricht.

„Die Rezepte haben wir zuvor übersetzt“, erzählt Latein-Lehrerin Kornelia Tonder. Zu finden sind darunter so exotische Dinge wie flambierte Flamingos und gefüllte Haselmäuse. Von denen ließ man aber lieber die Finger und entschied sich als Vorspeise für gebratene Zucchini, Kräuterkäse und gekochte Eier mit Pinienhaube. Als Hauptspeise gab es Fleischlaberl mit Pinienkernen sowie Bulgur mit Fleisch und als Dessert Zucchini-Pfirsich- sowie Melonensalat.

Latein ab der 3. Klasse

Das Besondere dabei: „Sogar bei den Nachspeisen kommen ein paar Spritzer Fischsauce dazu“, verrät Tonder. „Wir haben noch überlegt, ob wir das weglassen sollen, aber zum Glück haben wir es dazugetan. Wir haben aber Austernsauce verwendet.“ Vom Ergebnis habe sich auch Direktorin Bärbel Jungmeier sehr angetan gezeigt.

Das Piaristengymnasium ist das einzige Gymnasium in Krems, in dem noch „Latein lang“ ab der 3. Klasse angeboten wird. Schüler können zu diesem Zeitpunkt zwischen Spanisch, Darstellende Geometrie und Latein wählen. Latein bestehe nicht nur aus Übersetzen, wirbt Tonder für ihr Fach: „Wir unternehmen auch Exkursionen, lernen Toga-Wickeln, beschäftigen uns mit dem Alltag in Rom – und das Highlight ist die Rom-Projektwoche in der 7. Klasse.“