Krems

Erstellt am 12. Juni 2018, 06:10

von Franz Aschauer

Skurril: Pizzeria um einen Euro zu haben?. Gastronom bietet sein Pizza- und Kebaplokal um einen Euro auf „willhaben“ zum Verkauf an. Dahinter steckt eine Verkaufstaktik.

Umutcan Dogan und sein Vater Zülfü bieten ihre Pizzeria um einen Euro an. Doch das ist nur ein Lockangebot.  |  Martin Kalchhauser

Seit 2005 betreibt Zülfü Dogan in der Spänglergasse sein beliebtes Pizza- und Kebaplokal. Nach bald 13 Jahren möchte der Gastronom jetzt aber bald einen Schlussstrich ziehen und das „Paradiso“ verkaufen.

Leute sollen aufmerksam werden

Seit vergangener Woche ist die Imbissbude deswegen als Anzeige auf dem Online-Marktplatz „willhaben“ zu finden – in der heutigen Zeit nicht ungewöhnlich. Viel skurriler stellt sich aber der angegebene Kaufpreis für das 53 Quadratmeter große Lokal dar. Nur einen Euro (!) verlangt Dogan samt voller Ausstattung, darunter zahlreiche Küchengeräte wie Pizzaofen, Kebapgrill, Elektrogrill, Fritteuse, Kühlschränke, Gefriertruhe oder Teigmaschine.

Auf Nachfrage der NÖN, ob das „Paradiso“ wirklich zum Spottpreis von einem Euro verkauft werden soll, erklärt Junior-Chef Umutcan Dogan: „Nein, wir wollen natürlich mehr Geld für die Pizzeria. Es steht auf ‚willhaben‘ nur zu diesem Preis, damit die Leute darauf aufmerksam werden.“ Der durch das Ein-Euro-Angebot entstehende Eindruck, das Lokal solle so schnell wie möglich verkauft werden, sei nicht richtig, so Dogan: „Es ist nicht dringend.“

Hintergrund des angestrebten Verkaufs soll übrigens nicht ein schlecht laufender Geschäftsbetrieb sein, sondern der Wunsch nach einem Branchenwechsel. „Was wir in der Zukunft machen werden, steht aber noch in den Sternen“, möchte Umutcan Dogan keine Details verraten.