Krems-Stein: "Buskinder" genießen besondere Sicherheit

Erstellt am 14. Mai 2022 | 09:03
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Dank der ausgebildeten Schulweglotsinnen und -lotsen können die Kindergartenkinder sicher die Straße überqueren.
Foto: Stadt Krems
Zuletzt war der Kindergartentransport aus den Orten Scheibenhof und Egelsee zum parteipolitischen Zankapfel geworden. Unbeachtet bleibt am Rande dieser Querelen die gute Betreuung der Kleinen, die für Sicherheit sorgt.

Es war wohl auch dem von der ÖVP begonnenen Gemeinderatswahlkampf geschuldet, dass der kostenlose Transport der Kindergartenkinder nach Stein im Gemeinderat zum Streithema wurde.

Aufregung war unberechtigt

Im Bereich der zuständigen Referentin, ÖVP-Stadträtin Sonja Hockauf-Bartaschek, war ein Tagesordnungspunkt einer Ausschusssitzung bekannt geworden, in der Überlegungen zu einer Kostenbeteiligung der Eltern in Diskussion gestellt werden sollten. Die künstlich geschürte Aufregung (Vorwurf: "Die SPÖ will die kostenlosen Transporte abschaffen!") mündete in einem einhelligen Bekenntnis zur Beibehaltung des Gratis-Services.

Alles nur ein "Missverständnis"

Wie die SPÖ feststellte, ist und bleibt die Stadt Krems damit eine der wenigen Städte, in denen Eltern nicht einmal einen kleinen Unkostenbeitrag für den Transport leisten müssen. Der "Sturm im Wasserglas" legte sich nach der teils emotionalen Sitzung, in der - wenig überraschend -  a l l e  Mandatare feststellen, das der Gratis-Kindergartentransport bleiben soll. Die Stadträtin erklärte alles zu einem "Missverständnis".

Jeder Schritt in Sicherheit

Das parteipolitische Hickhack stellt den Umstand in den Schatten, dass die Steiner "Buskinder" besonders sicher unterwegs sind. Unterwegs im Bus werden sie von Mitarbeiterinnen des Steiner Kindergartens begleitet und betreut. Aber auch um ihre Sicherheit am Zielort brauchen sich die Erziehungsberechtigten keine Sorgen um die Kleinen zu machen. Denn in Stein werden sie von den Mitarbeiterinnen des Kindergartens, die zu Schulweglotsinnen ausgebildet wurden, betreut.

Autoverkehr wird angehalten

Kurz vor Mittag kommt aus den Kindergärten Margarete-Schörl-Gasse und Göttweigerhofgasse eine Gruppe von Kindern auf die stark befahrene Dr.-Karl-Dorrek-Straße. Begleitet werden sie von mit gelben Warnwesten und einer Winkerkelle ausgestatteten Lotsinnen. Sie halten den Verkehr in der stark befahrenen Straße immer wieder an und begleiten die Schützlinge.

Weitere Maßnahmen überlegt

„Unsere Mitarbeiterinnen haben mit der Schulweglotsen-Ausbildung ein wichtiges Instrument erhalten, das ihnen mehr Sicherheit verleiht und ein professionelles Auftreten gegenüber dem dichten Autoverkehr auf der Dorrekstraße ermöglicht“, sagt Bildungsamtsleiter Georg Braunschweig. Die Sicherheit der Kinder habe höchste Priorität, deshalb „werden noch weitere Maßnahmen im Rahmen eines Verkehrssicherheitskonzeptes folgen“, so Braunschweig.

Besser als eine Ampelregelung

Werner Nürnberger, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung, unterstreicht die große Bedeutung der Ausbildung: „Untersuchungen haben ergeben, dass die Sicherung von Straßenübergängen durch Schulweglotsinnen die Unfallgefahr auf fast Null reduziert. Diese Sicherheit ist durch Ampelregelungen oder Zebrastreifen nicht gegeben.“