Für Humanmedizin akkreditiert! Meilenstein für die DPU. Schwieriger Zulassungsprozess erfolgreich abgeschlossen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 12. Februar 2019 (06:14)
Martin Kalchhauser
Humanmedizin-Akkreditierung geschafft: Marga B. Wagner-Pischel, Geschäftsführerin und Präsidentin der DPU – im Bild rechts mit ihrem Gatten, dem Gründer und Miteigentümer Jürgen Pischel – darf sich über die Erfolgsgeschichte der Bildungseinrichtung freuen. Auf dem ehemaligen Gelände des Bahnhofs Förthof (großes Bild) wurde 2017 der vom Luxemburger Architekten Francois Valentiny geplante Neubau mit Hörsälen, Praktik-Räumlichkeiten und einem Audimax eröffnet. 

Zum zehnjährigen Jubiläum, das die Danube Private University (DPU) heuer begeht, hat man sich dort selbst das größte Geschenk gemacht: Bildungsminister Heinz Faßmann hat die Akkreditierung des Bachelor- und Masterstudiums der Humanmedizin zum „Dr. med. univ.“ unterzeichnet.

„Zehn Jahre Zahnmedizin steht heuer im Fokus“, meint Geschäftsführerin und Präsidentin Marga B. Wagner-Pischel, hält nicht damit hinterm Berg, dass die Zulassung für Humanmedizin ein Erfolg ist. „Dem sind langwierige Prozesse vorausgegangen.“ Jetzt sei man stolz, die Akkreditierung geschafft zu haben. „Wir können nun auch das Promotionsstudium anbieten, und wir haben auch das Habilitationsrecht (Ausbildung zum Universitätsdozenten, Anm.) erhalten. Das ist die Krone der Wissenschaft.“

„Wir haben jetzt auch das Habilitationsrecht. Das ist die Krone der Wissenschaft.“DPU-Geschäftsführerin und Präsidentin Marga B. Wagner-Pischel

Wagner-Pischel, die auf zahlreiche namhafte Professoren verweisen kann, die in Stein unterrichten, will mit der neuen Zulassung keine Konkurrenz zur Karl-Landsteiner-Universität sein. Aber: „Junge Studierende, die in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) ausgebildet werden, müssen Zahnärztinnen und Zahnärzte sein.“

Martin Kalchhauser
Humanmedizin-Akkreditierung geschafft: Marga B. Wagner-Pischel, Geschäftsführerin und Präsidentin der DPU – im Bild mit ihrem Gatten, dem Gründer und Miteigentümer Jürgen Pischel – darf sich über die Erfolgsgeschichte der Bildungseinrichtung freuen.

Die Zulassung für das Humanmedizin-Studium ebne den Weg dazu. Das Medizinstudium werde (noch) nicht angeboten, aber die Vorbereitungen dafür seien zur Gänze abgeschlossen.

NÖN-Leser erinnern sich: 2018 war bereits die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Wels angedacht, wo der praktische Teil des Medizinstudiums absolviert werden könnte. Wagner-Pischel: „Mit dem Studium der Humanmedizin wird der logische Bogen im Aufbau der Universität geschlossen, die seit 2009 mit der Fakultät Medizin/Zahnmedizin auch die medizinischen Fächer für die Zahnmedizin aufzubauen hatte.“

Die DPU, in die über 40 Millionen des Vermögens der Familie Pischel geflossen sind, hat auch weitere Pläne. Auf dem 8.500 m² großen Areal der Dinstlgut-Gründe in Unterloiben (wo seit Herbst die Abrissarbeiten laufen) sind Wohnungen für Studenten und Lehrende sowie eine Art Campus geplant. Für die Planung hat man sich mit Francois Valentiny jenen Architekten geholt, der schon für das Uni-Gebäude in Förthof verantwortlich zeichnete.

Aktuell hat die DPU 1.793 Studenten – 640 in der Zahnmedizin, 1.086 approbierte Zahnärzte in Master-Fachgebieten, 61 in Bachelor-Studiengängen sowie sechs im Doktoratsstudium (PhD). Ein Drittel der Studierenden (Kosten pro Semester: 13.000 Euro) kommt aus Österreich. 26 Millionen Euro beträgt nach Angaben Wagner-Pischels die jährliche Wertschöpfung für die Region.