Krems

Erstellt am 10. März 2018, 06:12

von Petra Vock

Osterfestival: Träume als Quelle von Kunst. Jo Aichinger nannte der NÖN Höhepunkte von „Imago Dei“ und tat kund, dass er es gerne noch einige Jahre programmieren würde.

Bleibt vorerstkünstlerischer Leiter desOsterfestivals: Jo Aichinger.  |  NLK Pfeiffer

Am Freitag wird in der Minoritenkirche das Osterfestival eröffnet. Der künstlerische Leiter Jo Aichinger verriet der NÖN einige Höhepunkte.

NÖN: Das Motto des Osterfestivals lautet heuer „Nacht & Träume“. Spielt die Epoche der Romantik eine wichtige Rolle?

Jo Aichinger: Die Romantik stand für die Verzauberung der Wirklichkeiten, entgegen dem Gewinnstreben und Nützlichkeitsdenken im aufkommenden Industriezeitalter. Im Zentrum war der Glaube an die Macht der Phantasie und Intuition. Darauf beziehen sich der Vortrag des Philosophen Rüdiger Safranski wie die Musik von Schubert, Haydn oder Schumann. Aber „Nacht & Träume“ sind seit der Antike Inspirationsfelder für die Künste, das Thema wird sich in jedem der Abende in unterschiedlicher Form spiegeln.

Was für Uraufführungen stehen heuer am Programm?

Am 23. März gibt es eine Uraufführung des kanadischen Künstlers Steve Bates, der als „Artist in Residence“ in Krems zu Gast ist. Am Gründonnerstag ist Premiere von „My Favorite Nightmare“, einer performativen Aktion, bei der Maler und Musiker aufeinander reagieren. Die dritte Premiere ist am Karfreitag mit „Mad Bob“, einem Auftragswerk des Landes an den Pianisten Marino Formenti mit dem Elektroniker Jorge Sanchez Chiong. Der Klangraum ist dabei als offener Raum in besonderer Atmosphäre zu erfahren: Statt Bestuhlung gibt es Pölster, Futons und Sofas.

Gibt es eigentlich auch Mitwirkende aus der Region Krems?

Der NÖ Chor Ad Libitum unter der Leitung von Heinz Ferlesch wird mit der Schauspielerin Katharina Stemberger das Festival eröffnen. Zwei Stimmen aus Krems, Manuela Grünstäudl (Sopran) und Josef Stangl (Bass), sind seit Jahren Mitglieder des Chors. Im Programm „Da Pacem“ geht es um die Sehnsucht nach Frieden. Zu Werken u a. von Heinrich Schütz, Gustav Mahler oder Arvo Pärt trägt Stemberger ausgewählte Psalmen und Texte von Christine Lavant, Thomas Mann und Daniel Kehlmann vor.

Die Leitung von „Glatt&Verkehrt“ liegt heuer bereits in den Händen von Albert Hosp. Bleiben Sie „Imago Dei“ weiter erhalten?

Diese Frage kann ich zurzeit nicht beantworten, da mein Vertrag im April 2020 endet. Natürlich würde ich „Imago Dei“ gerne noch ein paar Jahre programmieren. Wie Glatt&Verkehrt wurde schließlich auch das Osterfestival von mir initiiert. 2019 werde ich es jedenfalls noch gestalten, dann feiert es sein 20-jähriges Bestehen.

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