Krems

Erstellt am 04. Juni 2018, 07:12

von Martin Kalchhauser

Wie damals, in Strauss‘ Zeiten …. Hunderte Zuhörer genossen Matinée des Salonorchesters Niederösterreich im Stadtpark.

Ganz in der Manier der beliebten Volksgartenkonzerte, wo das Strauss-Orchester für die Wiener allwöchentlich zum Tanz aufspielte, bot das Salonorchester Niederösterreich einen besonderen musikalischen Genuss im Pavillon des Kremser Stadtparks. Dort erklangen Walzer, Polka. Marsch, Galopp und Quadrille.

Gemütlicher Rahmen für Musikgenuss

Das Konzert am späten Vormittag des Sonntags, 3. Juni, war das letzte in der Reihe der Veranstaltungen 2017/18, für die die 1995 gegründete Ludwig Ritter von Köchel-Gesellschaft (Verein zur Förderung musikalischer Aktivitäten in Krems) verantwortlich zeichnete. Wie immer hieß das Motto „Kammermusik erklärt gehört“. Gemütlichkeit war Trumpf bei den Gästen – viele nützten die Möglichkeit, Kammermusik bei freiem Eintritt (Spenden) in salopper Kleidung, teilweise in der Wiese sitzend, zu genießen.

Spielfreude sprang auf Publikum über

Gerald Streibel von der veranstaltenden Köchel-Gesellschaft dankte für die Organisation vor allem Severin Endelweber und Manfred Permoser. Mehrere hundert Gäste scharten sich auf Bänken und Heurigengarnituren um den 1880 erbauten Musikpavillon. Unter der gefühlvollen Führung des Dirigenten Guido Mancusi gewann das 17-köpfige Ensemble die Herzen des Publikums mit seiner Spielfreude schon mit den ersten Stücken. Mancusi fungierte dem Motto entsprechend auch als Moderator und wandte sich mit kurzen, prägnanten Erklärungen zu den einzelnen Stücken an die Zuhörer.

Maestro dirigierte auch eigene Komposition

Gegeben wurden zahlreiche Stücke von Johann Strauss („Eine Nacht in Venedig“, „Banditen-Galopp“, „Schatzwalzer“, …), aber auch je ein Werk von Johann Strauss Vater („Wilhelm Tell Galopp“), Joseph Lanner (Walzer „Die Romantiker“) und Eduard Strauss („Kleine Chronik – Polka schnell“). Ein dargebotenes Werk war auch eine eigene Komposition des Maestros Mancusi, nämlich ein Walzer mit dem Titel „Nächte in Budapest“.

Solche Konzerte sollte es öfter geben!

Den großen musikalischen Genuss im Schatten der Stadtpark-Bäume, der inklusive Pause knapp zwei Stunden dauerte, ergänzten die Helfer des benachbarten KSC mit der kulinarischen Versorgung der Besucher. Alles in allem eine musikalische Initiative, die mit viel Beifall belohnt wurde und von der man sich deren mehrere wünschen würde. Ganz in der alten Strauss-Manier könnten die gut und gerne wöchentlich stattfinden …