Arbeitslose: Erstmals seit 7 Jahren unter 3.000er-Marke. Erfreuliche Entwicklung in Krems zog sich bereits über das ganze Jahr hin. Arbeitslosenquote überschritt 7-Prozent-Schwelle nicht.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 10. Januar 2019 (03:45)
Foto: Stadt Krems
Beim Besuch des Regionalbeirats des Arbeitsmarktservices Krems im Rathaus gab es Lob vom Stadtchef: Dieter Melcher, Petra Kocnar, Erwin Kirschenhofer (alle AMS Krems), Bürgermeister Reinhard Resch, Doris Schartner (Arbeiterkammer Krems), MSD-Geschäftsführer Martin Kern, Industrie-Vertreterin Maria Mandl (Metadynea), Thomas Hagmann (Wirtschaftskammer Krems) und Unternehmer Othmar Seidl (von links).

Erstmals seit 2013 gab es im abgelaufenen Jahr eine Arbeitslosenquote von weniger als 7 %. Mit 6,8 % liegt die Region damit auch rund 1 % unterhalb des NÖ-Durchschnitts. Im Dezember fiel die Bilanz besonders erfreulich aus: Erstmals seit sieben Jahren wies die Statistik mit 2.990 Menschen einen Wert unter 3.000 aus.

Damit waren zum Silvester 2018 (mit in Schulungen befindlichen Personen) 3.360 Menschen vorgemerkt. Das sind 8,6 % weniger als im Dezember 2017. „Eine erfreuliche Entwicklung, die eine Fortsetzung des das ganze Jahr über beobachtbaren Trends bedeutet“, freut sich der Kremser AMS-Chef Erwin Kirschenhofer. „Besonders erwähnenswert ist, dass es sowohl bei den Menschen, die 12 Monate oder länger arbeitslos sind (– 11,8 %), als auch bei denen, die maximal Pflichtschulniveau haben (– 11,1 %), Rückgänge im zweistelligen Bereich gab.“

Über 1.000 Menschen haben sich im Dezember arbeitslos gemeldet – 457 Personen konnten aber die Arbeitslosigkeit wieder beenden. „Meine Mitarbeiter machen einen hervorragenden Job und zeigen einen über das normale Maß hinausgehenden Arbeitseinsatz“, streut Kirschenhofer seinem Team Rosen.

Rund 200 „Unwilligen“ wurde Geld gestrichen

Neben der hervorragenden Dezember-Bilanz gibt die „Jahresabrechnung“ Grund zur Freude. 4.400 heimische Arbeitssuchende haben ihre Jobsuche mit einer Arbeitsaufnahme beendet. Für 2.900 freie Stellen und Lehrstellen wurden passende Arbeitskräfte vermittelt.

„Wir konnten Jobsuchenden ein deutlich umfassenderes Angebot machen als in den Jahren davor“, so Kirschenhofer, der gleichzeitig klarstellt: „Wer sich um eine zumutbare Stelle nicht beworben oder ein passendes Schulungsangebot nicht angenommen hat, musste mit Konsequenzen rechnen, nämlich der befristeten Sperre der finanziellen Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz.“ In rund 200 Fällen wurden Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe gesperrt.

Freude gibt es über die Zahlen der Jahresbilanz: – 10,8 % bei jugendlichen Arbeitslosen, stolze – 12,3 % bei Langzeit-Jobsuchenden und– 8,2 % bei Menschen mit geringer Ausbildung.

„Wir haben die gute Konjunkturlage genützt“, weiß Kirschenhofer, dass nicht alles „hausgemacht“ ist. Doch das AMS Krems hat sich ebenfalls maximal bemüht: „Unser im März 2018 installierter eigener Vermittlungsschalter mit zwei Expertinnen hat sich bewährt.“