Im Suff: Mordversuch an Nachbarin mit Krücke

Erstellt am 29. November 2022 | 16:46
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Krücke Symbolbild
Krücke wurde zur Waffe
Foto: New Africa, Shutterstock.com
Nach Messerattacke an Gatten und Haft mit Therapie wurde Alkoholkranke aus Krems rückfällig: Gewalttat bringt erneut Arrest.

Im Streit, mit Wein und Beruhigungspillen intus, stach die damals 42-jährige Ungarin auf ihren Kremser Ehemann ein und verletzte ihn schwer. Der Gatte überlebte, und die Täterin wurde für die Messerattacke im Rauschzustand zu 16 Monaten, davon fünf unbedingt, verurteilt.

Eine Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Straftäter wurde bedingt ausgesprochen. Therapie wurde angeordnet. Wieder in Freiheit schaffte es die nun 44-Jährige nur einige Monate ohne Alkohol. Dann wurde sie rückfällig und es kam erneut zu einer Bluttat: Mit zumindest 2,8 Promille (der Sachverständige schätzte 3,1) eskalierte ein Besuch bei einer Kremser Wohnungsnachbarin.

„Sie bedrängte mich und wurde aggressiv“, schilderte das Opfer (63) vor Gericht. „Sie biss mich und wollte mich mit der Krücke erwürgen. Ich hatte Todesangst. Mit letzter Kraft konnte ich mich befreien.“

Die Ungarin wurde für die Gewalttat (nüchtern ein Modversuch!) zu 30 Monaten Gefängnis plus sieben Monate aus Widerruf verurteilt. „Damit haben Sie lange Zeit für eine Therapie. Zu Ihrem Schutz und anderer“, führte die Richterin aus.