Regenschirm in 20.000 Volt-Leitung: EVN riskierte viel. EVN barg Regenschirm von Stromleitung zwischen Rohrendorf und Krems. Der unbekannte Spaßvogel nahm einen Stromausfall in Kauf und setzte seine Gesundheit aufs Spiel.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 25. April 2019 (11:36)
Kurt Streibel
Der Regenschirm auf einer Stromleitung zwischen Rohrendorf und Krems.

Nein, Mary Poppins hat ihre Schwebehilfe nicht verloren. Jener Regenschirm, der einige Tage an einer Stromleitung zwischen Rohrendorf und Krems hing, wurde von einem unbekannten Spaßvogel in diese luftigen Höhen befördert. Ob ihn ein „Zauberhändchen“ auf die in fünf bis sechs Meter hoch verlaufende 20.000-Volt-Leitung geworfen hat, bleibt eine spekulative Frage.

EVN-Sprecher Stefan Zach traute jedenfalls seinen Augen nicht: „So etwas habe ich in meinen über 25 Jahren, seitdem ich für die EVN arbeite, noch nicht gesehen. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie er das gemacht hat. Der Wind kann den Schirm jedenfalls nicht raufgeweht haben und ein Besoffener kann es auch nicht gewesen sein.“

Täter hätte Stromausfall bezahlen müssen

Mittlerweile sei der Schirm von einem Techniker geborgen worden, da Gefahr im Verzug herrschte: „Der Schirm hätte durchaus einen Stromausfall in einem größeren Bereich verursachen können.“

Eine formelle Straftat habe der Scherzbold zwar nicht begangen, dennoch sei er im Falle eines Stromausfalles schadenersatzpflichtig gewesen. „So etwas ist absolut nicht zur Nachahmung empfohlen“, mahnt Zach.