Dürnstein , Krems

Erstellt am 19. Juli 2018, 05:03

von Martin Kalchhauser

Klares „Nein“ zu Wachau-Eintritten für Touristen. Tourismuslandesrätin kann Idee einer Touristen-Gebühr nichts abgewinnen.

Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav: Klares Nein zu „Eintrittsgeld“ in Wachau-Orte.  |  Foto: Philipp Monihart

An Klarheit nichts vermissen lässt die Stellungnahme der Tourismus-Landesrätin Petra Bohuslav in Sachen „Eintrittsgeld“ in Touristenorte in der Wachau. Von ihr kommt dazu ein klares Nein.

Widrich-Idee kann Bohuslav „nichts abgewinnen“

Die von der NÖN zuerst berichtete Anregung des scheidenden Melker Bürgermeisters Thomas Widrich hatte für heftige Debatten gesorgt.

Bohuslav: „Ich kann einer Idee einer zusätzlichen Abgabe für Wachau-Gäste nichts abgewinnen.“ Statt die Touristen und die nö. Ausflügler zu belasten, sollten neue Ideen erarbeitet werden, um die Gästeströme besser zu lenken. Als Tourismuslandesrätin könne sie der Idee nichts abgewinnen.

„Maßnahme würde unsere NÖ Landsleute belasten“

Ein Großteil der Ausflugsgäste komme aus Niederösterreich, „und eine solche Maßnahme würde unsere Landsleute belasten. Dennoch müssen Lösungen gefunden werden, damit die Lebensqualität der Wachauer nicht verschlechtert wird“, erklärt die Tourismuslandesrätin anlässlich der aktuellen Diskussion.

Das Problem seien Spitzenzeiten, die es künftig besser zu managen gelte. Bohuslav: „Hier braucht es kluge Besucherlenkungsmaßnahmen, um die Gästeströme besser zu entzerren. So kann für ein gesundes Miteinander von Touristen und Bewohnern der Wachau gesorgt werden. Denn es ist mir wichtig, dass die Lebensqualität in der Region hoch bleibt.“

Aus diesem Grund hat die Tourismuslandesrätin dem Geschäftsführer der Destination Donau, Bernhard Schröder, den Auftrag erteilt, einen Prozess einzuleiten, bei dem Meinungen aus der Region eingeholt werden, um eine Lösung im Sinne des Tourismus sowie der Wachauer zu finden: „Ziel ist es, dass man gute Konzepte für die kommende Saison entwickelt.“