Ferdinand Birringer ist mit Pfeil und Bogen unterwegs. Er schießt „wie früher die Indianer“: Ferdinand Birringer hat sich ein eher ungewöhnliches Alters-Hobby ausgesucht.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 24. August 2019 (11:09)
Lechner
Auf diesen „Glücksschuss“ (er brachte 20 Punkte) ist Birringer besonders stolz: Aus 90 Metern hat er in Pottenbrunn genau die  Kernzone des Hirschs getroffen.

Welche Sportart ist für einen Pensionisten die richtige? Die wenigsten würden darauf wohl „Bogenschießen“ sagen – den Ferdinand Birringer aus der Walterstraße hat vor acht Jahren jedoch der Schießvirus erfasst (obwohl er schon einige Sportarten wie Tennis, Tischtennis oder Karate erfolgreich ausgeübt hat).

Mit dem Bogen trainiert er täglich im Hinterhof und Garten seines Hauses, übt den Sport auch bei Turnieren – neun waren‘s heuer schon, an vier will er noch teilnehmen – aus. Das Visier hat er mittlerweile ad acta gelegt, ist zum „Instinktivschützen“ geworden. „Wir schießen ohne Zielvorrichtung, wie früher die Ritter oder auch die Indianer“, erzählt er, dass dafür „eigentlich“ viel Gefühl und Bedachtsamkeit notwendig seien. „Aber ich bin ein ,Hudler‘ – und ein Ehrgeizler“, ist er trotzdem des Öfteren erfolgreich. Obwohl „einen ersten Platz hab ich mir noch nie erschossen. Mehrere dritte aber schon.“

Seine Aktivitäten betreibt er beim Bogensportverein Krumau (früher Thurnberg). Geschossen wird in 3D-Waldparcours auf Kunststofftiere.