Intendant als „Frosch“ bei den Schlossfestspielen 2020. „Die Fledermaus“ von Johann Strauß wird gespielt, mit Wagner-Trenkwitz in der Rolle des Gefängnisdieners.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 11. Mai 2019 (05:35)
Christoph Wagner-Trenkwitz, Künstlerischer Leiter der Schlossfestspiele 2020.
Chris Leneis

Die „Festoperette“ anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schlossfestspiele im kommenden Sommer wird Christoph Wagner-Trenkwitz als Künstlerischer Leiter verantworten. „Jeder kennt mich nur als Moderator am Opernball“, stellte sich der wortgewandte Musikexperte, Chefdramaturg im Volksoper, vor und kündigte an, 2020 (wie schon vor zwei Jahren in der „Lustigen Witwe“) selbst mitzuspielen: Er wählte „Die Fledermaus“ von Johann Strauß (sie stand 1997 und 2007 bereits auf dem Programm), und „der Frosch, der bin ich selbst“.

„Die Operette ist unser Flaggschiff, ein schwieriges und teures Genre“

Das Leading Team sei schon „im Wachsen“. Mit Nicole Claudia Weber habe er eine (unter anderem Gutenstein-)erfahrene Regisseurin verpflichtet, für die Musik wird Tscho Theissing (Theater an der Wien) verantwortlich zeichnen. Das Sängerteam wird angeführt vom Lan genlois-arrivierten Erwin Belakowitsch („Eisenstein“), Wagner-Trenkwitz-Ehefrau Cornelia Horak gibt die „Rosalinde“ – sie kennt man unter anderem von den Galakonzerten 2017.

Ihn reize jedenfalls die Aufgabe, er habe „ein bissl Ahnung von und viel Liebe zur Operette“, so Wagner-Trenkwitz. Er werde das Schloss Haindorf, die Möglichkeiten dieses „großartigen Ortes“, nutzen und verspricht dem Publikum: „Sie werden die Operette wiedererkennen ...“. Und er freute sich, dass er nach dem Theatersommer in Haag, wo er drei Jahre die Intendanz innehatte, nun in der Weinstadt gelandet sei. Der Grüne Veltliner sei ihm schon lieber als der Most ...

„Die Operette ist unser Flaggschiff, ein schwieriges und teures Genre. Wir haben uns für die Jubiläumsproduktion mit Christoph Wagner-Trenkwitz als Künstlerischem Leiter die absolute Nummer eins geholt“, freut sich Kultur-Geschäftsführer Robert Stadler auf 2020.