Langenlois

Erstellt am 20. Oktober 2018, 07:03

von Gertrude Schopf

Illegale Müll-Ablagerung ist „kein Kavaliersdelikt“. Säcke und Schachteln neben Mülltonnen, Jausenrückstände auf der Straße: zusätzliche Arbeit für Gemeindeverband und Gemeinde.

Ein Rastplatz neben der Kamptalbundesstraße bei Plank: Ewald Fürlinger und Johann Janitschek, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Langenlois, sammeln illegal deponierten Müll ein. Foto: Gertrude Schopf  |  Gertrude Schopf

„Dass man Batterien neben Abfalltonnen entsorgt, ist in der heutigen Zeit wirklich nicht notwendig“: Ein Anrainer in der Austraße hat eine diesbezügliche Entdeckung gemacht und gemeldet.

Beim Gemeindeverband (mit Sitz im Sicherheitszentrum), für die Müllentsorgung im Bezirk Krems zuständig, kennt man das Problem. Speziell bei den Glas- und Dosensammel-Standorten werden oft illegal Problemstoffe wie Batterien, Altreifen oder Elektroaltgeräte „entsorgt“.

Zustände, wie sie den Mitarbeitern der Stadtgemeinde, des Gemeindeverbandes und der Straßenmeisterei tagtäglich unterkommen.   Foto: GV  |  Gemeindeverband

„Da es sich bei derartigen Ablagerungen jedenfalls um kein Kavaliersdelikt handelt, werden diese Fälle rigoros bei der Bezirksverwaltungsbehörde zur Anzeige gebracht“, so Abfallberater Günter Weixelbaum.

Auch die Gemeindemitarbeiter treffen ständig auf volle Restmüllsäcke bei öffentlichen Parkplätzen oder auf Abfallkörbe, die mit Säcken zugetürmt sind. Oftmals scheint es sich bei diesen Ablagerungen um „Touristenabfall“ zu handeln, der vor der Heimfahrt entsorgt wird.

Auch da wird versucht, die „Täter“ zu ermitteln, „aber es ist leider ziemlich selten der Fall, dass uns das gelingt“, sagt Peter Schiegl von der Bürgerservicestelle im Rathaus. Bei ihm wird oft illegal deponierter Müll gemeldet, und die Mitarbeiter des Bauhofs müssen dann ausrücken und diesen entsorgen.

Zustände, wie sie den Mitarbeitern der Stadtgemeinde, des Gemeindeverbandes und der Straßenmeisterei tagtäglich unterkommen. Foto: GV  |  GV

„Man glaubt ja nicht, was alles illegal im Straßengraben landet“, kann Erhard Seif, Leiter der Straßenmeisterei Langenlois, ein Lied davon singen. Seine Mitarbeiter bringen von ihren Erkundungsfahrten auf der Kamptalbundesstraße oder auch der B 37 jede Menge Mitbringsel mit nach Hause, da ist von Autoreifen über Bauschutt in Kübeln bis zu Schlachtabfällen, die neben Abfallkörben deponiert wurden, alles Mögliche dabei. Und er glaubt, dass da auf jeden Fall auch „Wiederholungstäter“ darunter sind – deren Ausforschung wird angestrebt, ist aber schwierig.

Was ihm und auch den Gemeindeverband-Mitarbeitern auffällt: Vor allem das Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfall, meist direkt aus dem Autofenster, nimmt stetig zu. „Unverständlich! Den Leuten scheint es egal zu sein, wie die Umwelt ausschaut. Und irgendwer räumt‘s ja weg ...“

Zustände, wie sie den Mitarbeitern der Stadtgemeinde, des Gemeindeverbandes und der Straßenmeisterei tagtäglich unterkommen. Foto: GV  |  GV