Erkenntnis bei Tourismustag: „Wir müssen etwas tun!“. Rückblick auf Rekordjahr. Zentrale Frage: Was tun gegen den Arbeitskräftemangel?

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. April 2019 (05:35)
Markus Lohninger
Beim Waldviertler Tourismustag in Langenlois: Andreas Schwarzinger, Christoph Madl (Geschäftsführer Niederösterreich Werbung), Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav und Bürgermeister Harald Leopold (v. l.).

Vor allem zwei Themen standen im Zentrum des sechsten Waldviertler Tourismustages, zu dem 220 Touristiker am 3. April in der Gartenbauschule Langenlois zusammentrafen: die Chancen durch die fortschreitende Digitalisierung und die Herausforderungen für die Betriebe durch den demografischen Wandel.

„Digitalisierung als Chance für Land und Leute“

Es reiche nicht mehr, über den zunehmenden Arbeitskräftemangel im touristischen Bereich nur zu sprechen, referierte etwa Nina Beyrl (Beratungsfirma Conos): „Wir müssen etwas tun!“ Ohne entsprechendes Personal nütze alles Bemühen um Gäste wenig. Ansetzen müsse man etwa bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere.

Als Destination erfreue sich das Waldviertel ungebrochener Beliebtheit, so VP-Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav. Es habe 2018 einen „wichtigen Baustein“ zum Rekord von 7,4 Millionen Gästen beigetragen. Sie nannte gleich das nächste große Etappenziel: „Wir sehen die Digitalisierung als Chance für unser Land und unsere Leute.“ Der Mensch müsse im Mittelpunkt bleiben, das Smartphone müsse helfen – etwa bei der Suche nach Hotel, Restaurant oder Radverleih.

Eines der Ziele: Neue Naturschätze herzeigen

Schwarzinger blickte auf das Rekordjahr im Waldviertel mit über 350.000 Ankünften (+1,1

%) und fast 1,3 Millionen Nächtigungen (+1,7 %) zurück, die Auslastung sei gestiegen. Für die „Tourismus-Strategie 2020“ soll daran gearbeitet werden, neue Natur-Schauplätze zugänglich zu machen („für mehr als 70 Prozent das Hauptmotiv, um herzufahren“).

„Waldviertel pur“ in Wien wird vom 11. bis 13. 9. stattfinden. Die Verschiebung aus dem Frühjahr stört nicht – man will gleich für Herbst- und Winterangebote werben und die Entwicklung zur Ganzjahressaison im Waldviertel vorantreiben.