Krems

Erstellt am 15. August 2018, 07:18

von Martin Kalchhauser

„Sandler-Gipfel“ für Krems geplant. Stadtchef Resch will „alle an einen Tisch holen“. Polizei ist bereit, mitzuwirken.

Zuletzt gab es am Bahnhofplatz keine gröberen Zwischenfälle, doch die „Sandler“-Thematik bedarf einer Lösung.  |  Martin Kalchhauser

Die von der NÖN aufgegriffene Problematik der Unterstandslosen im östlichen Bereich des Kremser Bahnhofplatzes bleibt ein Thema. So rasch wie möglich soll es unmittelbar nach der Haupturlaubszeit ein Treffen mit den für die Sicherheit zuständigen Proponenten der politischen Parteien geben. Auch die Polizei ist mit an Bord.

Huber-Strasser sichtet Beispiele aus anderen Städten

„Diese Sache kann nicht ein reines Polizei-Problem sein!“, will Bezirkspolizeikommandant Manfred Matousovsky der Exekutive nicht den „Schwarzen Peter“ zuschieben lassen. „Aber wir zeigen gerne, dass wir willens sind, eine gute Lösung zu finden.“

Bei einem „Gipfel“, an dem neben Vertretern der Polizei auch die zuständigen Politiker aller Fraktionen (FPÖ-Stadtrat Werner Friedl, SPÖ-Stadtrat Werner Stöberl, ÖVP-Mandatar Andreas Ettenauer, …) teilnehmen werden, soll es schon in wenigen Wochen ein erstes Gespräch geben. Mit dabei sein wird auch der Koordinator der Polizei-Aktion „Gemeinsam Sicher“ (GESI), Herbert Goldnagl. Matousovsky: „Das ist ein Musterbeispiel für eine Sache aus seinem Aufgabengebiet.“

Bürgermeister Reinhard Resch ist es wichtig, „alle an einen Tisch zu holen“. Um zu einer befriedigenden Lösung der Situation zu kommen, hat er seinen Assistenten Michael Huber-Strasser beauftragt, Beispiele aus anderen Städten zu finden und zu hinterfragen.

So gibt es etwa erste Überlegungen, das Mobilar auszutauschen, um es für die (angeblich wenigen) Unterstandslosen, aber auch für die vielen Alkoholiker als Liegebänke unattraktiv zu machen. Was ein mögliches Alkoholverbot im öffentlichen Bereich betrifft, ist Resch zurückhaltend: „Wir werden auch hier Erfahrungen anderer Städte hinterfragen.“