Rekord mit 912 Einsätzen für FF Krems. 2018 war extremes Jahr für Freiwillige Feuerwehr Krems. Helfer arbeiteten 53.704 Stunden unentgeltlich. Bekenntnis zur Freiwilligkeit dominierte Mitgliederversammlung.

Von Martin Kalchhauser. Update am 12. März 2019 (00:03)

So viele waren es noch nie: 912 Einsätze hatten die Männer und Frauen der FF Krems im vergangenen Jahr abzuarbeiten. Nur 2016 hatte man zuvor schon einmal knapp den 900er-Marke geknackt. Zusammen mit Übungen, Bewerben und Kursen summierten sich die Stunden auf 53.704!

Professionalität wie bei den Einsätzen prägte die Versammlung in der IMC-FH Krems. Mehrere Beiträge waren als Filme vorbereitet, Moderator Gernot Rohrhofer achtete auf die Zeitdisziplin der Ehrengäste, darunter der Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes, Albert Kern, Abgeordneter Josef Edlinger und Stadtchef Reinhard Resch. Alle statteten Dank ab und würdigten den großen Einsatz. Einhellig fiel das Bekenntnis zur Freiwilligkeit aus, die Professionalität nicht ausschließe. Der Name „Feuerwehr“ sei trotz überwiegend technischer Einsätzen unverzichtbar.

„Der Name Feuerwehr ist ein Markenzeichen wie Coca Cola oder Microsoft.“
FF-Viertelsvertreter Erich Dangl ist für die Beibehaltung des Namens

Kommandant Gerhard Urschler („Das Jahr 2018 war brutal!“), der einen eindringlichen Appell an alle anwesenden politisch Verantwortlichen richtete, „das Freiwilligenwesen zu attraktivieren“ erklärte, dass man auf laufende Änderungen bei den Anforderungen an Team und Ausrüstung flexibel reagiere. „2018 gab es 88 Türöffnungen – also haben wir für Übungszwecke einen Türöffnungs-Simulator angeschafft.“ Bewährt hat sich die überregionale Kooperation mit den Bezirksalarmzentralen in Mödling und Amstetten. Gegenseitig nimmt man sich bei einer starken Häufung von Alarmen Arbeit ab – wie am einsatzstärksten Tag des Jahres, am 12. Juli, mit über 100 Anforderungen in Krems. Die Kooperation ist ein guter Test vor der Einführung des landesweiten Alarmierungssystems ELKOS, das Ende des Jahres in Krems Einzug halten soll.

Enorm ist auch der finanzielle Aufwand der Feuerwehr. 2018 wurden 799.000 Euro eingenommen und 648.000 ausgegeben. Diese sparsame Budget-Performance erhielt den einstimmigen „Segen“ der gesamten Mannschaft. Für heuer sind 762.000 Euro budgetiert.

Bekenntnis zu den kleinen Feuerwachen

In Bezug auf den Neubau der FF-Zentrale Krems-Süd (für Angern, Hollenburg und Thallern) gab FF-Chef Urschler ein Bekenntnis zu den kleinen Feuerwachen ab: „Unsere Devise heißt: Kleine Strukturen, wo nützlich, große, wo notwendig!“ Ein weiterer Schwerpunkt wird bei der größten FF NÖs 2019 auf der FF-Jugend liegen.