Aggsbach

Erstellt am 21. Januar 2019, 19:10

von Martin Kalchhauser

Zwei Hubschrauber bei Forstunfall im Einsatz. Gleich zwei Notarzthubschrauber standen bei einem schweren Forstunfall in Mitterarnsdorf am Vormittag des 21. Jänner im Einsatz. Ein 22-jähriger Forstarbeiter war von einem umstürzenden Baum getroffen worden.

Gegen 10.45 Uhr waren der rumänische Staatsbürger und sein 33-jähriger Landsmann, beide Bedienstete eines Holzschlägerungsunternehmens aus Kleinzell (Bezirk Lilienfeld), mit dem Fällen von Bäumen in der Riede Hamletseben beschäftigt.

Baum fiel 22-Jährigem auf Unterschenkel

Als der Jüngere einen Baum umsägte, kam es zum Unfall. Der Stamm fiel und traf den Mann am rechten Unterschenkel. Der Disponent der Einsatzzentrale alarmierte neben der örtlichen Feuerwehr Oberarnsdorf und der Feuerwache Mitterarnsdorf auch die die FF Mautern.

Zufahrt über verschneite, eisige Wege

Die Anfahrt zum Notfallort mit dem Kleinrüstfahrzeug gestaltete sich schwierig und teilweise gefährlich, da die Forstwege teils verschneit, zum Teil total vereist waren. Die Unfallstelle befand sich dann mehrere 100 Meter bergab. Die Silberhelme mussten über extrem steiles und eisiges Gelände vordringen.

Notarzt versorgte Unfallopfer im Wald

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte beim Verletzten wurde der Verunfallte bereits medizinisch vom Notarzt des Kremser ÖAMTC-Hubschraubers Christophorus 2 versorgt und stabilisiert. Für die Bergung des Patienten musste ein weiterer Notarzthubschrauber, der in Ybbsitz stationierte Christophorus 15, zu Hilfe kommen. Dieser ist nämlich auch für Taubergungen gerüstet.

Optimale Betreuung durch Silberhelme

Die Kameraden der Feuerwehr Mautern, unter ihnen auch Bürgermeister Heinrich Brustbauer, kümmerten sich an Ort und Stelle um die Betreuung des Unfallopfers und schützten den Patienten mit einer Feuerwehr-Jacke gegen die Eiseskälte, beim Anflug des Hubschraubers zusätzlich mit einem Feuerwehrhelm.

Bäume gefällt, um Gefahr abzuwenden

Zudem hatten die Florianis vorher noch rasch einige Bäume gefällt, um die Seilbergung ungefährdet zu ermöglichen. Darüber hinaus halfen die Feuerwehrkameraden bei der Verlagerung des Patienten auf die Vakuummatratze und in den Bergesack, mit dem dieser ausgeflogen wurde.

Schwieriger Einsatz dauerte drei Stunden

Auf Grund widrigen Umstände – der exponierten Lage und der schlechten Bodenbeschaffenheit - dauerte der Einsatz rund drei Stunden, ehe die Einsatzkräfte wieder einrücken und die Einsatzbereitschaft wieder herstellen konnten.