Kremser Weingut macht 600.000 Spritzer aus der Dose. Weingut Müllner bringt Österreichs ersten Dosen-G’spritztn auf den Markt und exportiert bald nach Russland, China und Japan.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 13. August 2019 (05:23)
Aschauer
Prost! Kastner-Standortleiter Marcus Walter und Winzer Hansi Müllnerstoßen auf den Verkaufsstart des Kremser Dosenspritzers an.

Ein hippes Muster und eine Dosenform, die an das Getränk erinnert, das Flügel verleiht. Ist etwa wieder einmal ein neuer Energydrink auf dem Markt? Nein, hinter dem Pop-Art-Kunstwerk der russischen Künstlerin Oxana Prantl steckt Österreichs einziger Spritzer aus der Dose. Seit vergangener Woche gibt es das Getränk zu kaufen.

Weingut Müllner
Das Weingut Müllner bringt Österreichs ersten Dosen-G’spritztn auf den Markt. Foto: Weingut Müllner

Hinter der Innovation steckt der Kremser Winzer Johann Müllner, der bis Jahresende 600.000 Dosen abfüllen lassen will. Die Nachfrage ist schon jetzt groß. Ab dieser Woche gibt es den Premium-Spritzer auch in Deutschland und Holland, im Jänner 2020 soll Russland dazukommen. „China und Japan versuchen wir so schnell wie möglich zu beliefern. Wir haben sehr gute Kontakte dorthin“, erzählt Müllner.

In Österreich vertreiben Kastner und Stiegl das Dosengetränk der anderen Art, probieren kann man es in der Gastronomie ebenso wie auf Events und Festivals. In den Kremser Szene-Bars „Marquee“, „Q-Stall“ und „XO-Bar“ wird es die „Kiss Me Spritzer On Ice“-Variante im Champagnerkühler geben. Ab Hof verlangt Müllner 1,20 Euro für die Dose.

Inspiration durch Saalbacher Hüttenwirt

Auf die Idee gebracht wurde der 50-Jährige durch einen befreundeten Hüttenwirt aus Saalbach, den er seit Jahren mit Wein beliefert. „Ich habe mir dann den gesamten Markt in Österreich angeschaut und nur drei Fertig-Spritzer gefunden, die aber alle in Plastikflaschen waren.“ Das einzigartige Design für die Dose verwendete Müllner schon vor zwei Jahren für einen Grünen Veltliner, den Hofer ab Ende August in sein Sortiment aufnimmt.

Was ist der Unterschied von Müllners Dosenspritzer zu einem normalen G‘spritztn? „Er ist kohlensäurehaltiger – fast wie ein leichter Prosecco. Dadurch ist er lebendiger und bekömmlicher“, sagt der Schöpfer über seine Kreation, mit der er noch viel erreichen möchte. „Das ist eine Riesen-Chance für uns. Der Dosenmarkt wächst extrem stark, in Kanada ersetzt die Dose schon die Flasche. Und mit dem Spritzer haben wir das österreichische Nationalgetränk. Alleine von der Sympathie dafür haben wir gute Chancen, dass unser Produkt angenommen wird.“

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