Kremser Gastronom startet Shisha-Lieferservice. „Keyif“-Chef Ismet Avci will mit neuem Angebot Verluste durch das Nichtraucherschutzgesetz wieder wettmachen.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 04. Dezember 2019 (04:53)
„Wir machen weiter“: „Keyif“-Leiter Ismet Avci präsentiert das Innenleben seines Shisha-Lieferwagens.
Johannes Mayerhofer

Krems ist die Geburtsstätte des österreichweit ersten Shisha-Lieferservices. Schöpfer der Idee: Ismet Avci. Der Chef der ehemaligen Shisha-Bar „Keyif“ in der Oberen Kremser Landstraße hatte seit Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes 70 Prozent seiner Einnahmen verloren – die NÖN berichtete, siehe hier . Das neue Konzept soll nun das Geschäft wiederbeleben.

„Wir liefern auf Strecken von bis zu 25 Kilometern“, erklärt Avci. Grundsätzlich sei eine Shisha für zwei Stunden auszuborgen, neun Stück Kohle und ein Anzünder inklusive. „So lange raucht man etwa an einem Shisha-Kopf“, begründet der Jungunternehmer.

Weitere Köpfe sowie Dosengetränke seien zusätzlich zu ordern. Bestellungen laufen ausschließlich per Whats App. Die Liefergebühr ist bereits eingepreist, sei aber je nach Fahrtlänge gestaffelt. Bis zu 15 Kilometer müsse man für eine Shisha 25 Euro, darüber dann 33 Euro bezahlen. Was, wenn eine Shisha kaputtgeht? „Das ist dann natürlich vom Kunden zu bezahlen, aber wir haben Edelstahl-Shishas im Einsatz, die sind zum Glück ziemlich robust“, so Avci.

Wird das Konzept aufgehen? Der Keyif-Chef ist durchaus optimistisch: „Unsere Keyif-Stammkunden kamen nicht nur aus Krems, sondern auch aus der Waldviertler Region.“ Er rechne daher auch mit Bestellungen aus dem Bezirk und dem Kremser Umland.