Farce um eine „Anzeige“ in Stratzing

Erstellt am 18. Juni 2022 | 05:16
Lesezeit: 2 Min
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Diese bis an die Grundgrenze gebaute Garage wird als Gefahr für den Straßenverkehr angesehen und ist Grund für eine „Anzeige“ gegen Bürgermeister Josef Schmid.
Foto: Chris Leneis
Eine (bei der Staatsanwaltschaft nicht bekannte) Anzeige gegen den Stratzinger Bürgermeister sorgt für einige Verwirrung.

Die Kopie einer anonymen Anzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen Josef Schmid, Bürgermeister von Stratzing, verwirrt. Weder im Gemeindeamt, noch bei der Staatsanwaltschaft ist eine derartige Anzeige bekannt.

Es geht darin um einen Zubau zu einem Haus in der Unteren Hauptstraße. Dieser sei entgegen der NÖ Bauordnung errichtet worden, weil er – in einer Kurve und bis an die Grundgrenze errichtet – die Verkehrssicherheit an dieser Stelle nicht berücksichtige. Daher die angebliche Anzeige wegen Amtsmissbrauchs gegen den Bürgermeister.

Aus der Gemeindestube heißt es allerdings, dass es in Stratzing sehr viele ähnliche Häuser gebe (unter anderem etwa im weiteren Verlauf der Hauptstraße und auch am Bartlweg), und zudem der Bauplan von zwei Bausachverständigen für in Ordnung befunden worden sei. „Ich bin Winzer und kein Bausachverständiger“, erzählt Bürgermeister Josef Schmid. „Ich verlasse mich daher auf die Empfehlungen der Fachleute. Dieser Plan war genehmigungswürdig!“

Das Einlangen einer Anzeige konnte die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen, es wird daher in Stratzing hinter vorgehaltener Hand über einen Nachbarschaftsstreit spekuliert.