Ex-Avalon: Kremser Altstadtbar macht nach 40 Jahren zu. Mit der Schließung des „Jimmy‘s“ endet im Stadtgraben eine Ära.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 05. August 2020 (04:42)
Nicht Corona besiegelte das „Jimmy‘s“-Aus.
Franz Aschauer

Angefangen hat im Stadtgraben 17 alles vor über 40 Jahren mit dem „After Eight“. Seitdem hatte die älteste Altstadtbar von Krems Namen wie „Spiegel“, „Avalon“ oder „Tube“.

2012 übernahm das Lokal schließlich Alexander Lengauer. Der erfahrene Clubbing-Veranstalter verpasste den ehrwürdigen Räumlichkeiten einen neuen Touch – ohne aber, dass das einzigartige Ambiente, das schon so viele Generationen in seinen Bann zog, verloren ging.

Corona nicht als Grund

Jetzt ist Schluss. Das „Jimmy‘s“, wie das Lokal zuletzt hieß, schließt für immer seine Pforten. Nicht etwa wegen Corona, sondern weil die Hauseigentümerin verstorben ist. Die Familie will keine weitere gastronomische Nützung, ein Verkauf des Hauses steht im Raum. Eine Abschiedsparty wird es nicht geben.

Wehmut kommt bei Lengauer, der mit seiner Frau Bettina auch das Modegeschäft „Soulsista“ am Dreifaltigkeitsplatz betreibt, nicht auf. „Es ist so, wie es ist.“ Der 47-Jährige widmet jetzt seine Aufmerksamkeit einem neuen Projekt, zu dem er noch nichts verraten will.