Ärger über Wahlplakate in Mautern. Die Bürgerliste Mautern kritisiert, dass Gemeindeeinrichtungen wie die Müllsammelstelle zu Wahlzwecken missbraucht werden.

Von Isabel Schmidt. Erstellt am 11. September 2019 (06:04)
Bürgerliste Mautern
Vizebürgermeister Svejda kann die Aufregung über das Wahlplakat auf der Müllsammelstelle nicht nachvollziehen.

„Wer plakatiert als Erster die Stadt nieder?“, schreibt die Bürgerliste Mautern auf Facebook und ärgert sich dabei über ein Werbetransparent der ÖVP, das an der Müllsammelstelle in Mautern, also einer Einrichtung der Stadtgemeinde, angebracht ist.

„Wir wollen uns eigentlich aus der Bundespolitik heraushalten, aber nicht alles, was legal ist, ist auch legitim“, erklärt Stephan Gruber von der Bürgerliste Mautern, „Wahlwerbung gehört dazu, aber nicht überall. Ich verstehe die Bürger, die sich da denken, ob das sein muss.“

Vizebürgermeister Thomas Svejda von der ÖVP kann die Aufregung der Bürgerliste nicht nachvollziehen. Er erklärt, dass die SPÖ bereits in den letzten Jahren auf ähnliche Art und Weise in Mautern Wahl geworben und sich da niemand aufgeregt habe.

„Ich verstehe die Reaktion wegen zwei Plakaten nicht. Es gibt in der Gemeinde ein paar Punkte, an denen wir gesagt haben, dort hat das nichts verloren, wie beispielsweise beim Kriegerdenkmal. Mit der SPÖ und der FPÖ haben wir da eine sehr gute Gesprächsbasis“, so Svejda.

Auch Anton Brustbauer, Gemeinderat der FPÖ, und Gemeinderat Mathias Maissner (SPÖ) betonen die eigentlich gute Gesprächsbasis in der Gemeinde unter den Fraktionen. „Bei mir hat sich ansonsten niemand beschwert. Ich finde es nur traurig, dass hier noch immer kein klärendes Gespräch zustande gekommen ist“, erzählt der Vizebürgermeister.