Bezirk Krems: Steindl im nächsten Nationalrat. Bezirk Krems ab Herbst mit zwei Mandaten im Hohen Haus?

Von Franz Aschauer und Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Juni 2019 (06:11)
Martin Kalchhauser (Steindl)/Markus Lohninger (Konradi)
Gföhls Stadtrat Günther Steindl (li.) soll neuer Spitzenkandidat werden, Nationalrats-Abgeordneter Konrad Antoni (re., Bezirksorganisation Gmünd) verzichtet.

Neben NEOS-Mandatar Douglas Hoyos (aus Raan, Gemeinde Schönberg) könnte dem nächsten Nationalrat auch der Gföhler SPÖ-Stadtrat Günter Steindl angehören. Er wurde am Wochenende zum Spitzenkandidaten im Wahlkreis Waldviertel gekürt, wir hatten berichtet:

Verlieren wird Krems Walter Rosenkranz (FPÖ), der ja Volksanwalt wird.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Reinhard Resch zur intern nicht unumstrittenen Entscheidung: „Es war vereinbart, dass Konrad Antoni mit Ende der Periode ausscheidet und das Mandat dann an Krems geht. Steindl wurde mit Mehrheitsentscheidung gewählt.“

Berger-Grabner: „Der Bezirk Krems soll gut vertreten sein“

In der Bezirks-ÖVP wird beim Parteivorstand Ende der Woche entschieden. Ein Abgeordneter an wählbarer Stelle ist unwahrscheinlich. Martina Diesner-Wais (Gmünd) und Lukas Brandweiner (Groß Gerungs, Bezirk Zwettl) werden wohl weitermachen. Bundesrätin Doris Berger-Grabner meint, „der Bezirk Krems soll gut vertreten sein“. Für sie selbst sei es derzeit aber noch „zu früh“.

NÖN

Bei der FPÖ wird ebenfalls Ende dieser Woche über die Kandidatenliste entschieden. Ein Listenerster sei nach dem Ausscheiden von Rosenkranz noch nicht fix, sagt Bezirksparteiobmann-Stellvertreter Anton Brustbauer. Er selbst sei jedenfalls wieder bereit, anzutreten.

Die NEOS setzen im Wahlkreis naturgemäß auf Hoyos. „Ich gehe davon aus, wieder auf der eins zu sein“, sagt der Nationalratsabgeordnete. Weiter hinten aufstellen lassen möchte sich Grün-Gemeinderätin Sandra Mayer aus Krems, die 2017 noch auf Listenplatz zwei im Waldviertel kandidierte.

„Höchstwahrscheinlich“ wieder auf Platz eins der KPÖ-Wahlkreisliste wird Niki Lackner stehen. Ob die dunkelroten Kremser Urgesteine Wolfgang Mahrer und Franz Kral auch ein weiteres Mal an Bord sind, entscheide sich „bis Anfang nächster Woche“, erzählt Lackner.

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