Dürnstein: Räder raus aus der Stadt. Ein Radlager am westlichen Tunneleingang soll die Radfahrer zum Stopp und Spaziergang durch die Stadt motivieren.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 29. August 2019 (11:05)
Die gut gebuchte Nextbike-Station unterhalb des Stiftes soll im Zuge des Treppelweg-Rückbaus verlegt werden, um dieses Areal als Rastplatz nutzen zu können.
Johann Lechner

Die jüngst durchgeführte Verhandlung bezüglich Rückbau des Treppelweges ergab die von der Gemeinde angestrebte Kompromisslösung. Bürgermeister Johann Riesenhuber: „Es wird kein Totalrückbau, und es wird auch nicht die jetzige Breite erhalten bleiben.“

Der Treppelweg vom Parkplatz bei der Schiffsstation (P1) bis zum westlichen Tunnelportal werde „an vielen Stellen breiter belassen, als er ursprünglich war, sodass die Zufahrt und Aufstellung für Feuerwehrfahrzeuge nun möglich sein wird.“

FPÖ zu Radfahrern: „Eine neue Landplage“

Die Hangsicherung zur Donau hin wird verbessert, die Gestaltung von Abschnitten und Plätzen durch Pflasterungen wird angestrebt, muss aber noch im Detail geklärt werden. Einen Rückbaubescheid wird es demnach erst in den nächsten Wochen geben.

Eine wichtige Maßnahme, um den Radverkehr in der Stadt nach Möglichkeit zu reduzieren, wird die Errichtung von absperrbaren Fahrradboxen am westlichen Ortseingang sein. Und es soll auch entlang des Treppelweges einige gekennzeichnete Abstellflächen für Räder geben, um vor allem die Gruppen von Schiffstouristen, die mit Rädern in die Stadt fahren, zum Absteigen und Zu-Fuß-Gehen zu motivieren. Außerdem wird nun doch die Nextbike-Station unterhalb des Stiftes, an „einem der schönsten Aussichtsplätze“ am Treppelweg, wie immer wieder festgestellt wurde, verlegt.

„Wir werden an dieser Stelle einen Rastplatz errichten“, sagt Riesenhuber. Unter dem Titel „Eine neue Landplage“ hat auch die FPÖ Dürnstein in ihrer jüngsten Aussendung auf die Problematik hingewiesen, wenn Radfahrer „in Massen auftreten, alle Verkehrsregeln missachten, ihre Räder verkehrsbehindernd abstellen und dabei auch noch Fassaden beschädigen“.