Neuer Arbeitskreis als „offenes Forum“

Erstellt am 31. März 2016 | 05:14
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Foto: NOEN, Gregor Semrad
"Arbeitskreis Welterbe Wachau" nennt sicheine Gruppe, die den "Charakter der Wachau" bewahren will.

"Die Wachau ist in höchster Gefahr"ist Rechtsanwalt Christian Hirtzberger überzeugt. Vor allem das „gedankenlose Bauen“ im Weltkulturerbe stört ihn, die geplanten Wachau-Schutzzonen werden seiner Meinung nach zu wenig umgesetzt und gehörten auch ins Grünland ausgedehnt, „Wohnplantagen“ ohne Dächer, die überall stehen könnten, hätten in der Weltkulturerbe-Region nichts verloren. „Der unverwechselbare Charakter der Wachau geht schleichend verloren“ – dagegen will nun der „Arbeitskreis Welterbe Wachau“ etwas unternehmen.

An die 50 Gleichgesinnte hat Hirtzberger mittlerweile um sich geschart, die sich vorgenommen haben, Bewusstseinsbildung zu betreiben. Vor allem, aber nicht nur bezüglich Architektur in der Wachau: „Wir sehen uns als offenes Forum, als Beginn einer Bewegung, für die es höchst an der Zeit ist.“ Geplant ist die Durchführung von Info-Veranstaltungen, Diskussionen, Workshops, Vorträgen.

Konkurrenz für "Arbeitskreis Wachau"?

Ist der „Arbeitskreis Welterbe Wachau“ als Gegenstück zum „Arbeitskreis Wachau“ (früher: Arbeitskreis zum Schutz der Wachau) konzipiert? „Wir wollen keine Konkurrenz sein, aber der ,alte’ Arbeitskreis hat sich zu sehr von seinen Gründungsgedanken entfernt, ist nicht gesprächsoffen. Wir reden darüber.“

Am 8. April findet in Spitz die erste offene Generalversammlung statt, bei der auch „Welt erbe-Wächter“ Wilfried Posch über das Weltkulturerbe Wachau referieren wird. Die Einladung wird den Haushalten in der Wachau zugestellt.