Piazza-Flair für die Kremser Innenstadt. Gastronom Otto Raimitz bringt seine im Mariandl, in Stein und St. Pölten so erfolgreiche Marke in die Kremser Landstraße.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 26. November 2019 (05:47)
Otto Raimitz und ChristianHager (Kremser Bank) vor dem Standort des neuen „Marktspiels“.
Foto: Johann Lechner

Otto Raimitz mag Spiele. Mit dem „Wellenspiel“ bei der Steiner Schiffsstation, dem „Genussspiel“ im Einkaufszentrum Mariandl und dem „Schauspiel“ am St. Pöltner Rathausplatz hat der Gastronom drei Restaurants entwickelt, die vom Frühstück über den schnellen Happen in der Mittagspause bis zum „Fine Dining“ am Abend die komplette Palette abdecken.

Im Sommer 2020 nimmt Raimitz ein weiteres Lokal in sein Universum auf. Der 54-Jährige wagt den Schritt in die Kremser Innenstadt. Das „Marktspiel“ wird in der Unteren Landstraße 3 einziehen, wo die Kremser Bank seit der Bündelung der Beratungsleistungen in der Filiale in der Ringstraße einen Selbstbedienungsstandort hat. „Ich habe durch Zufall aufgeschnappt, dass sich hier eine Möglichkeit ergibt. Die Kremser Bank zeigt ein irrsinniges Engagement, die Geschäftsflächen wieder zu befüllen. Und auch vom Amt für Anlagenrecht ist die totale Unterstützung da. Der Leidensdruck ist offenbar schon so groß, dass alle an einem Strang ziehen“, sagt Raimitz.

Geld zurück, wenn das Essen zu lange dauert

Gelingen soll Raimitz das mit einem in der Fußgängerzone einzigartigen Konzept. Auf 120 Plätzen innen und 75 im Schanigarten möchte der Großgastronom im „Marktspiel“ zwischen 7:30 Uhr morgens und Mitternacht ständig Leben haben. Mittags verspricht Raimitz ein „Quick-Menu“. „Wenn das nicht in fünf Minuten beim Kunden ist, zahlen wir.“

Nachmittags werden Café und Mehlspeisen serviert, am Abend steht alles im Zeichen eines „lässigen Ambientes“ und moderner, anspruchsvoller Gerichte. Auch das Entertainment soll nicht zu kurz kommen. Auf der Galerie, wo ebenfalls Sitzmöglichkeiten geschaffen werden, möchte Raimitz DJ‘s und einen Saxophonspieler haben. „Ich werde mit allen Mitteln versuchen, die Menschen in die Stadt reinzuziehen.“ In die Hand nehmen möchte er dafür „750.000 bis 800.000 Euro“. Schon zuvor werde die Kremser Bank als Hauseigentümer Adaptierungen durchführen. Ihre Selbstbedienungsfiliale übersiedelt ins ehemalige Libro-Lokal in der Oberen Landstraße.

„Der Leidensdruck ist in Krems offenbar schon so groß, dass alle an einem Strang ziehen.“ Otto Raimitz spürt Unterstützung von allen Seiten.

Raimitz, der aktuell 150 Mitarbeiter beschäftigt, schafft mit dem Marktspiel in der Innenstadt 30 Arbeitsplätze. Mit ihnen möchte er in den warmen Monaten am vorgelagerten Täglichen Markt ein Ambiente schaffen, das an eine italienische Piazza erinnert. „Wir haben in der Innenstadt genügend Menschen, die flanieren. Ich bin Vollgas motiviert“, freut sich Raimitz auf die Aufgabe.