1.381 Christophorus-Flüge aus Krems-Gneixendorf. Die Zahl der Anforderungen der Flotte der ÖAMTC-Notarzt-Helikopter ist gesunken.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 21. Januar 2021 (04:26)
In der Corona-Zeit fanden auch die Einsätze der ÖAMTC-Notarzthubschrauber meist unter erschwerten Bedingungen statt.
ÖAMTC/Klaus Rainer

Leicht gesunken ist die Zahl der Anforderungen der ÖAMTC-Notarzthubschrauber im Jahr 2020. Österreichweit wurde ein Minus von 8,7 Prozent verzeichnet, der in Gneixendorf stationierte Christophorus 2 bilanzierte mit minus sieben Prozent.

17.281 Einsätze gab es für die jeweils mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Sanitäter besetzten 20 Hubschrauber des ÖAMTC. Neben 19 an verschiedenen Orten stationierten Maschinen gibt es in Wr. Neustadt ein zusätzliches Fluggerät für spezielle Intensivtransporte (Überstellungen). Der Kremser Hubschrauber kann dank technischer Aufrüstung auch nachts zu Rettungsflügen abheben.

Reinhard Kraxner, der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, führt den Rückgang der Zahlen auf Corona zurück. Im Gegensatz zum generellen Lockdown-Minus verzeichnete man zwischen Juli und September gegenüber 2019 sogar ein Plus. Kraxner: „Dazu muss aber beachtet werden, dass Ende Mai mit Christophorus 17 in St. Michael in der Obersteiermark ein zusätzlicher Stützpunkt in Betrieb genommen wurde.“

Mit 1.381 Einsätzen (2019: 1.486) hob Christophorus 2 aus Krems am dritthäufigsten ab. Nur C 9 in Wien (1.443) und Christophorus „Europa 3“ in Suben (1.408) war öfter in der Luft. So wie die Kollegen an den anderen Stützpunkten wurden von den Rettungs-Trios in 45 % der Fälle Patienten mit internen Notfällen (Herzinfarkt, Schlaganfall, …) versorgt, Freizeit- und Arbeitsunfälle machten 17, Verkehrsunfälle nur etwa sieben Prozent aus.

Corona kann die Retter nicht an der Arbeit hindern. „Unser Sicherheitssystem hat sich bewährt und wird laufend nachgeschärft“, betont Kraxner.