Gewerkschafts-Appell: „Kremser Kardiologie belassen!“. Land soll Klinikum Krems nicht weiter einschränken. Regionalvorstand der Gewerkschaft appelliert an Landeshauptfrau.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 10. Juli 2019 (11:33)
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Das Universitätsklinikum Krems

Eine Resolution zum Erhalt der interventionellen Kardiologie im Universitätsklinikum Krems verabschiedete der ÖGB-Regionalvorstand der Region Donau (Krems, Tulln, Klosterneuburg) und appelliert an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die Angelegenheit „nochmals neu zu evaluieren“.

F: Paul Sturm
ÖGB-Sekretär Rudolf Kernstock: „Klinikum leidet bereits unter dem nicht zustandegekommenen Ausbau.“

NÖN-Leser kennen die Vorgeschichte: Laut dem Regionalen Strukturplan Gesundheit (RGS) soll der Herzkatheterplatz 2025 aus Krems abwandern – voraussichtlich nach Zwettl. Jetzt springt auch der ÖGB für die Kräfte, die den Standort Krems erhalten wollen, in die Bresche.

Die „renommierte, österreichweit anerkannte Abteilung“ biete Patientenversorgung auf medizinisch höchstem Niveau. „Dieses läuft Gefahr, bei einer Verlagerung zerstört zu werden, weil sich gewachsene Strukturen nicht einfach wie Schachfiguren von A nach B verlagern lassen.“

F: Marianne Schnitzler
ÖGB-Vorsitzender Reinhard Niedermaier befürchtet „Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung“.Schnitzler

Für Krems würde das sowohl eine Verschlechterung für die Patientenversorung als auch als Lehr- und Forschungsstätte bedeuten, argumentiert der ÖGB. Zudem wird ins Treffen geführt, dass das Universitätsklinikum ohnehin schon unter dem bisher nicht zustande gekommenen, aber höchst dringenden Aus- bzw. Neubau leide.

„Dementsprechend sollen die im Budget 2019 bereits vorgesehenen aber derzeit blockierten finanziellen Mittel zur Neugestaltung der interventionellen Kardiologie wieder freigegeben werden, um die der Bevölkerung von der Politik versprochene optimale Gesundheitsversorgung sicherzustellen.“