Wagner-Trenkwitz neuer Festspielleiter. Als neuer künstlerischer Leiter zeichnet Christoph Wagner-Trenkwitz für die „Jubiläumsoperette“ 2020 verantwortlich.

Von Gertrude Schopf. Erstellt am 21. Februar 2019 (06:06)
Johann Lechner
Gespräch über die Zukunft der Operette: Bürgermeister Harald Leopold, Kulturstadträtin Brigitte Reiter, Intendant Andreas Stoehr, Kulturgeschäftsführer Robert Stadler, Gerhard Korinek (Verein Freunde der Schlossfestspiele),Gerhard Lahofer (Verein Schlossfestspiele, von links).

Ins 25. Aufführungsjahr gehen die Operettenfestspiele im Jahr 2020 – und man hat sich dafür einen neuen künstlerischen Leiter geholt: Christoph Wagner-Trenkwitz wird diese Aufgabe für (vorerst) ein Jahr übernehmen. Man kennt ihn bereits als Moderator von Operetten-Galakonzerten in Langenlois, 2017 übernahm er in der „Lustigen Witwe“ die Komikerrolle. Er wisse, dass „man gerade das unterhaltende Genre mit Witz und Einfallsreichtum und einer Prise augenzwinkernder Frechheit stets neu erfinden muss“.

Wagner-Trenkwitz löst damit Andreas Stoehr ab, dessen Vertrag heuer ausläuft. Er hat 2012/13 die Intendanz von Uwe Theimer übernommen, mit der „Vision“, eine von „überkommenen Traditionen unbelastete, witzige, aufmüpfige, etwas schräge“ Operette zu kreieren, was „mal weniger, mal sehr gut“ funktioniert habe. Er sprach auch die „besonderen“ Rahmenbedingungen in Langenlois an, die eine „reduzierte“ Operettenfassung bedingen. Mit „Die Csardasfürstin“ im Sommer zeichnet Stoehr für seine siebente und letzte Produktion in Lan genlois verantwortlich.

Es geht also weiter mit den Schlossfestspielen. Die Stadt stehe laut Bürgermeister Harald Leopold hinter Langenlois als Operettenstandort. Der Aufwand, die Festspiele in Szene zu setzen, ist allerdings hoch. Braucht man doch ein Team von Sängern und Tänzern, ein großes Orchester und viel Drumherum (eigens angemietete Tribüne, Marketing ...), was sich jährlich mit etwa 800.000 Euro Produktionskosten zu Buche schlägt. Ohne Förderungen der Stadt und des Landes NÖ gebe es die Festspiele nicht. „Wir werden heuer durch einen externen Experten eine Analyse der Schlossfestspiele durchführen lassen“, berichtet Festspiel-Geschäftsführer Robert Stadler. Die Evaluierung soll Aufschlüsse bringen, unter welchen Voraussetzungen „Operette am Standort Langenlois auch ab 2021 erfolgreich sein kann“.