Stift Göttweig: Feier zum Wechsel an Spitze der BH

In feierlichem Rahmen ging im Stift Göttweig die Funktion des Behördenchefs im Bezirk von der scheidenden Elfriede Mayrhofer an Günter Stöger (zuvor BH Waidhofen) über. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte die Arbeit der Pionierleistung der einst ersten Frau in dieser Rolle.

Martin Kalchhauser
Martin Kalchhauser Erstellt am 20. September 2021 | 11:56

Der Brunnensaal im Stift war fast bis auf den letzten Platz gefüllt, als der mit Anfang Juli vollzogene Wechsel an der Spitze der Bezirkshauptmannschaft Krems mit einem offiziellen Festakt gewürdigt wurde. Ein Bläserquartett der Trachtenkapelle Rossatz umrahmte diesen gelungen musikalisch.

Große Zahl an Ehrengästen

In den Reihen der Gäste, die Stögers Stellvertreterin Christa Hammer begrüßte, fanden sich die Landesräte Ulrike Königsberger-Ludwig und Gottfried Waldhäusl ebenso wie Landesamtsdirektor Werner Trock, Hausherr Alt Columban Luser, der evangelische Superintendent Lars Müller-Marienburg, Militärkommandant Martin Jawurek, Landespolizeidirektor Franz Popp und Landesfeuerwehrkommandant-Stv. Martin Boyer.

Pionierarbeit im Bezirk Melk

Landeshauptfrau Mikl-Leitner würdigte in ihren Dankesworten an Mayrhofer vor allem die Pionierrolle, die sie "1998 als erste Frau in diesem Amt - damals noch als ,Bezirkshauptmann'" geleistet hat. 2011 wechselte sie dann für zehn Jahre an die BH Krems. Über die Frau, die "auf eine Bilderbuchkarriere zurückschauen" könne, meinte Mikl-Leitner: "Die vielen Gäste unterstreichen die große Wertschätzung, die du genießt."

"Neuer" ist gut vorbereitet

Nachfolger Günter Stöger, der seine Juristen-Karriere als parlamentarischer Mitarbeiter Mikl-Leitners begonnen hatte und danach in den Landesdienst gewechselt war, attestierte sie, Zielstrebigkeit und meinte, er starte gut vorbereitet in die neue Aufgabe. Zum zuvor bereits BH in Waidhofen an der Thaya als Behördenleiter tätig gewesenen Stöger meinte sie: "Du wirst deine Aufgabe bestens machen!"

Versprechen der Bürgermeister

Den Dank an die scheidende Bezirkshauptfrau kombinierten die beiden Bürgermeister-Vertreter Roman Janacek (ÖVP) als auch Christian Kopetzky (SPÖ) mit dem Versprechen, auch mit dem neuen Amtsträger die bestmögliche Zusammenarbeit im Sinne aller Bürger der 30 Bezirksgemeinden zu suchen. Sie boten ihm ihre Unterstützung und Freundschaft an.

Rührung bei Abschiedsworten

Enorme Rührung schwang in den Abschiedsworten Mayrhofers mit, die auf 35 Jahre im Landesdienst, davon mehr als 23 Jahre als Bezirkshauptfrau, zurückblickte. "Ich bin dankbar, dass mir diese Chance als erster Frau in Niederösterreich geboten wurde." Vor allem der Bezirk Krems weise eine große Vielfalt und Schönheit auf. Sie würdigte auch die hervorragende Kooperation mit der Statutarstadt Krems.

"Weg zurück zum Ursprung"

Stöger, wertete seinen Antritt in Krems als ein "Zurück zum Ursprung", weil die BH Krems einst seine erste berufliche Station im Landesdienst gewesen sei. Er verglich die Leitung des Amts launig mit seiner Rolle als Hornmeister und meinte, dass hier wie da Motivation und Stimmung eine große Rolle spielten. Sein Kremser Team bezeichnete der neue Chef als "kleine, schlagkräftige, gut organisierte Truppe".  

Zitate

"Günter Stöger war dann Bezirkshauptmann-Stellvertreter im Bezirk Umgebung - ein Bezirk, den es heute nicht mehr gibt. Den hat er offensichtlich runiert."

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

"Du hast eine wunderbare Frau. Sie wird auch in Zukunft viel Freizeit haben, weil du viel im Bezirk Krems unterwegs sein wirst."

dieselbe

"Unsere wöchentlichen Videokonferenzen waren ja schon besser als die ,Zeit im Bild'!"

Bürgermeister Roman Janacek zu den Kontakten zur Bezirkshauptfrau in Corona-Zeiten

"Im Vorbeigehen hat jetzt der ehemalige Landtagspräsident Hans Penz gemeint: ,Jetzt haben wir eh nur mehr einen roten Bürgermeister - und der darf auch reden?'"

Lengenfelds Gemeindechef Christian Kopetzky