Kremser „Feuerteufel“? Serien-Zündler hält FF in Atem. Serie ungeklärter Brandstiftungen ruft jetzt Ermittler aus St. Pölten auf den Plan. FF-Kommandant ist besorgt.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. April 2019 (06:08)
Ewald Ruhm
Knapp mehr als zwei Wochen nach dem Brand am 24. März wurde am 10.April wieder in der Judengasse (neben der Raiba) ein Brand gelegt.

Dass es sich bei den ungeklärten Müllcontainerbränden im Kremser Stadtgebiet um eine Serie handelt, ist nicht mehr zu leugnen. Jetzt ermittelt das Landeskriminalamt (LKA).

Seit dem 1. Jänner hält der unbekannte Brandstifter Feuerwehr und Polizei auf Trab. In einem Fall wurde sogar ein Auto durch die Flammen vernichtet. Jetzt ist das LKA am Ball. „Die Ermittlungen sind im Laufen“, bestätigt Ermittler Hannes Pucher. Wie man dem „Feuerteufel“ das Handwerk legen will, möchte er verständlicherweise nicht bekanntgeben.

„Das ist eine reine Leute-Fopperei“

In Sorge ist auch Feuerwehrkommandant Gerhard Urschler. Nicht nur der Umstand, dass sich bei Fällen andernorts in der Vergangenheit FF-Mitglieder als Täter herausgestellt haben („Das schwebt natürlich auch in den Köpfen der Kollegen herum.“), beschäftigt ihn.

„Das ist absolut ärgerlich und eine unnötige Belastung für die Einsatzkräfte“, betont Urschler. „Wenn jemand in Not ist, helfen wir gerne und jederzeit. Aber das ist eine reine Leute-Fopperei. Wenn dem bald ein Riegel vorgeschoben werden könnte, wären wir dankbar.“

Der FF-Chef gibt aber auch zu bedenken, wie gefährlich die Taten sind: „Solche Brände werden oft unterschätzt. Das spielt sich alles in dicht verbautem Gebiet ab, da befinden sich Autos und Häuser im Gefahrenbereich. Das ist höchst gefährlich!“

Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, nimmt die Polizei (auch vertraulich) entgegen: 059133/3440.